US-Regierung droht, „die Hölle zu entfesseln“ – Iran lehnt Gespräche weiterhin ab

Die USA stellen den Iran als militärisch besiegt dar. Donald Trumps Sprecherin betont zudem: Der US-Präsident bluffe nicht, er sei zu noch härteren Angriffen bereit. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

07:56 Uhr – US-Regierung droht, „die Hölle zu entfesseln“

Während Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestritten hat, dass es überhaupt Gespräche mit den USA gibt, droht die Sprecherin von US-Präsident Trump der iranischen Führung schon einmal vorsorglich. „Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln“, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt in Washington. Zugleich unterstrich sie: „Die Gespräche gehen weiter. Sie sind produktiv.“ In Richtung Teheran sagte Leavitt: „Sollte der Iran die Realität der gegenwärtigen Lage nicht akzeptieren, sollte er nicht begreifen, dass er militärisch besiegt wurde und dies auch weiterhin sein wird, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass er härter getroffen wird als je zuvor.“ Der Iran solle sich im Umgang mit Trump „nicht noch einmal verrechnen“.

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07:01 Uhr – US-Militär: Bislang 10.000 Ziele attackiert

Die US-Streitkräfte haben im bisherigen Verlauf des Krieges eigenen Angaben zufolge mehr als 10.000 Ziele getroffen. Der Chef des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Brad Cooper, machte die Angaben in einem Video. „Wenn man unsere Erfolge mit denen unseres israelischen Verbündeten kombiniert, haben wir zusammen noch Tausende weitere Ziele getroffen“, sagte Cooper.

06:14 Uhr – Iran: Heftige Angriffe rund um Isfahan gemeldet

Aktivisten in Iran berichteten am frühen Donnerstagmorgen von heftigen Angriffen rund um Isfahan, etwa 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran. Die pro-reformistische Zeitung „Ham Mihan“ meldete online Angriffe in der Region. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, teilte mit, die Angriffe hätten zwei Wohngebiete getroffen, ohne weitere Details zu nennen.

Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, eine „umfangreiche Welle von Angriffen“ im gesamten Iran, darunter auch Isfahan, abgeschlossen zu haben.

05:41 Uhr – Vereinigte Arabische Emirate melden Raketen und Drohnen aus dem Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem Iran angegriffen worden. Die emiratische Luftabwehr „reagiert derzeit auf anfliegende Raketen- und Drohnen-Bedrohungen aus dem Iran“, erklärte das Ministerium am Donnerstagmorgen im Onlinedienst X.

04:02 Uhr – G-7-Außenminister beraten über Iran- und Ukraine-Krieg

Die Außenminister der G-7-Staaten beraten am Donnerstag in der Nähe von Paris über die Lage im Nahen Osten und den Ukraine-Krieg. US-Außenminister Marco Rubio reist aus Washington an, es ist seine erste Auslandsreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird erwartet. Das Treffen findet in einem Luxushotel auf dem Gelände der mittelalterlichen Zisterzienserabtei Les Vaux-de-Cernay etwa 50 Kilometer westlich von Paris statt.

Frankreich hat derzeit den Vorsitz der G-7-Staaten, zu denen auch die USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Italien und Japan zählen. Zu dem Treffen bei Paris seien auch die Außenminister aus Indien, Brasilien, Südkorea und der Ukraine eingeladen, sagte der gastgebende Außenminister Jean-Noël Barrot. Diskutiert werden solle auch die Reparatur der bei einem russischen Angriff beschädigten Schutzhülle des Reaktorblocks des Atomkraftwerks Tschernobyl, der 1986 explodiert war.

02:44 Uhr – Pistorius: bereit zur Absicherung einer Waffenruhe

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.

Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell wie möglich“, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. „Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen“, sagte Pistorius.

Instabilität in der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte Pistorius. Und: „Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.“

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01:58 Uhr – Trump: Iranische Unterhändler haben Angst vor Tötung durch „eigene Leute“

Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit dem Iran gesprochen. „Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen“, sagte Trump bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington. „Aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden.“

Trump fügte hinzu: „Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden.“ Der US-Präsident wiederholte außerdem seine Behauptung, der Iran werde in dem Krieg „dezimiert“. Den oppositionellen Demokraten warf er vor, zu versuchen, „von all den enormen Erfolgen abzulenken, die wir bei dieser Militäroperation erzielen“. In Anspielung auf Forderungen der Demokraten, die Trump-Regierung solle für den Krieg gegen den Iran die Zustimmung des Kongresses einholen, fügte der US-Präsident hinzu: „Sie mögen das Wort ‚Krieg‘ nicht, weil dafür eine Zustimmung eingeholt werden müsste, also werde ich das Wort Militäroperation verwenden.“

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00:08 Uhr – Kuwait: Sechs Menschen wegen mutmaßlichem Attentatsplan festgenommen

In Kuwait sind sechs Menschen wegen eines mutmaßlichen Komplotts zur Tötung von Führungskräften des Golfstaats festgenommen worden. Das Innenministerium teilte mit, die Verdächtigen stünden mutmaßlich in Verbindung mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und hätten Anschläge geplant. Die Festgenommenen hätten gestanden, Spionage betrieben und sich einer Terrorgruppe angeschlossen zu haben, hieß es weiter. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Fünf der Festgenommenen seien kuwaitische Staatsbürger. Zudem seien 14 weitere Mitglieder der Gruppe identifiziert worden, die das Land verlassen hätten: fünf Kuwaiter, zwei Iraner und zwei Libanesen sowie weitere fünf Kuwaiter, denen die Staatsbürgerschaft entzogen wurde.

Mittwoch, 25. März

22:29 Uhr – Bericht: IWF prüft Finanzbedarf von Ländern wegen Iran-Krieg

Der Internationale Währungsfonds (IWF) spielt einem Medienbericht zufolge Szenarien durch, welche Länder bei einem länger andauernden Iran-Krieg neue Finanzhilfen benötigen könnten. Dies meldet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der IWF habe seine Länderabteilungen gebeten, Analysen zu Leistungsbilanzen und möglichem Finanzierungsbedarf vorzulegen. Der Schwerpunkt liege dabei auf Staaten, für die bereits Hilfsprogramme laufen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.

22:10 Uhr – US-Post plant Preiserhöhung für Pakete wegen hoher Spritkosten

Die US-Postbehörde USPS will die Preise für Pakete und Express-Sendungen wegen der gestiegenen Treibstoffkosten vorübergehend um acht Prozent anheben. Der Aufschlag soll ab dem 26. April gelten und bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörde, teilt USPS mit. Das Standard-Briefporto sei davon nicht betroffen. Die Behörde warnt davor, dass ihr bereits im Oktober das Geld ausgehen könnte. Konkurrenten wie FedEx und UPS erheben USPS zufolge wegen des Iran-Krieges bereits Treibstoffzuschläge von 25 bis 28 Prozent.

21:31 Uhr – Pentagon gibt Rüstungsaufträge zur Erhöhung der Raketenproduktion bekannt

Das US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Iran-Krieges mehrere Vereinbarungen zur Steigerung der Raketenproduktion bekanntgegeben. Ziel sei es, die „industrielle Basis auf Kriegszeit“ einzustellen, erklärte das Pentagon am Mittwoch. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei eine Vervierfachung der Produktion von Komponenten des THAAD-Systems beschlossen worden, das im Nahen Osten vermehrt zur Abwehr ballistischer Raketen zum Einsatz kommt.

Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden. Lockheed Martin bestätigte den Auftrag und erklärte, dieser beruhe auf einer früheren Vereinbarung mit der US-Armee im Wert von 4,94 Milliarden Dollar (4,27 Milliarden Euro) aus dem vergangenen Jahr.

Das Unternehmen Honeywell gab derweil bekannt, seine Produktionskapazität von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen in Höhe von 500 Millionen Dollar (umgerechnet rund 433 Millionen Euro) auszubauen.

20:53 Uhr – Irans Außenminister: Haben keine Absicht mit USA zu verhandeln

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Iran-Kriegs bestritten und Gespräche mit Washington abgelehnt. „Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist“, sagte Araghtschi am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, Washington habe einen Friedensplan vorgeschlagen. Araghtschi sagte weiter: „Jetzt über Verhandlungen zu sprechen ist ein Eingeständnis der Niederlage.“

dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/lay/ceb/kami/säd/jra/saha

Source: welt.de