US-Politik: Behörden stoppen Boot mit 500 Kilo Kokain vor Dominikanischer Republik

Vor der Küste der Dominikanischen Republik haben Einsatzkräfte nach Behördenangaben gemeinsam mit den USA ein Boot abgefangen. Die nationale Anti-Drogen-Behörde (DEA) teilte mit, es seien insgesamt 484 Pakete mit fast 500 Kilo Kokain beschlagnahmt worden. Zwei Männer aus der Dominikanischen Republik wurden daraufhin festgenommen.

Der Einsatz diente der Unterstützung des US-Militäreinsatzes Southern Spear (Südlicher Speer) und erfolgte in enger Abstimmung mit der US-Anti-Drogen-Behörde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte den Militäreinsatz bereits am Donnerstag angekündigt. Dieser richtet sich ihm zufolge gegen „Narko-Terroristen“ in Lateinamerika.

Hegseth schrieb zu dem Einsatz auf X: „Präsident (Donald) Trump hat Maßnahmen angeordnet – und das Verteidigungsministerium setzt sie um.“ Zu Ort und Umfang der Operation Southern Spear machte Hegseth zunächst keine Angaben. Er schrieb lediglich: „Die westliche Hemisphäre ist Amerikas Nachbarschaft – und wir werden sie schützen.“ In den vergangenen Wochen hatten die USA mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt.

Kritiker bezeichnen die US-Einsätze als völkerrechtswidrig

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik an, von denen sie vermuten, dass Drogen transportiert werden. Nach einer aktuellen Bilanz US-amerikanischer Medien wurden dabei bislang mindestens 80 Menschen getötet und 21 Schiffe versenkt. Kritiker sprechen von außergerichtlichen Hinrichtungen und völkerrechtswidrigen Einsätzen.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sieht darin dagegen angebliche US-Pläne zu seinem Sturz.