US-Militär: USA und China planen direkten Kommunikationskanal im Krisenfall
Die USA und China wollen sich im Krisenfall
künftig schneller über eine direkte Leitung verständigen. Das kündigte
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth an. Er habe sich bei einem Treffen mit
dem chinesischen Verteidigungsminsiter Admiral Dong Jun darauf geeinigt, militärische
Kommunikationskanäle einzurichten, „um das Konfliktrisiko zu verringern und
mögliche Krisen zu deeskalieren“, teilte Hegseth nach einem Treffen mit Dong in
Malaysia auf X mit.
Wenige Tage zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump erstmals
nach sechs Jahren persönlich mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping getroffen
und frühere Streitigkeiten mit China für beendet erklärt.
Hegseth lobt Verhältnis zu China als so gut wie nie
Das nun erfolgte Treffen der Verteidigungsminister sei
„ebenso positiv“ gewesen, sagte Hegseth. „Niemals waren die
Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China besser“, sagte er. Weitere
Treffen zur Einrichtung besserer militärischer Kommunikation seien geplant.
Der chinesische Staatspräsident Xi hatte nach dem Treffen mit Trump Mitte vergangener Woche ebenfalls eine neue Ära der Annäherung angedeutet. Die USA und China sollten „Partner und Freunde“ sein – trotz aller
Reibungen. Beide Staaten sollten nicht in einen „Teufelskreis der Vergeltungsmaßnahmen“
gegeneinander geraten, hatte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua
Staatschef Xi zitiert.
China und die USA haben Konflikte in zentralen wirtschaftlichen und außenpolitischen Fragen. Die Regierungen beider Länder hatten sich gegenseitig hohe Zölle und Handelsschranken auferlegt. Zudem gibt es Spannungen wegen Chinas zunehmend aggressivem Auftreten gegenüber Taiwan und im südchinesischen Meer.