US-Konzern: Amazon baut weltweit 16.000 Stellen ab
Der US-Konzern Amazon hat angekündigt, an weltweiten Standorten weitere 16.000 Stellen streichen zu wollen. Amazon begründete den Schritt mit einer Neuausrichtung nach dem Einstellungsboom während der Corona-Pandemie sowie dem
verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Der Umbau war im Juni 2025 angekündigt worden. Im Herbst hatte der Konzern dann den Abbau von 14.000 Stellen gemeldet.
Damit fallen insgesamt rund 30.000 Bürojobs weg – etwa jeder zehnte Beschäftigte in der Verwaltung. Betroffen sind vor
allem die Cloud-Sparte AWS, das Einzelhandelsgeschäft, Prime
Video und die Personalabteilung. „Während wir diese Veränderungen vornehmen, werden wir auch weiterhin
Personal einstellen und in strategische Bereiche und Funktionen
investieren, die für unsere Zukunft von entscheidender Bedeutung sind“, teilte Amazon-Vizepräsidentin Beth Galetti in einem Blogbeitrag mit.
Größter Stellenabbau seit 2023
Beschäftigte in den USA bekämen 90 Tage Zeit, um sich intern für eine neue Stelle zu bewerben, bevor ihnen Abfindungen, Jobberatungen und Krankenversicherungsleistungen angeboten würden, sagte Galetti. Die Personalkürzung ist die größte bei Amazon seit 2023. Damals strich das Unternehmen 27.000 Stellen. Ob auch Arbeitsplätze in Deutschland oder Europa betroffen sind, ist derzeit unklar.
Konzernchef
Andy Jassy hatte im Sommer bereits in Aussicht gestellt, dass der
verstärkte Einsatz von KI-Werkzeugen zu mehr Automatisierung und
damit zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen werde. Kosten sollen demnach auch vor dem Hintergrund massiver Investitionen in KI-Technologien reduziert werden.
Zuletzt beschäftigte Amazon weltweit rund 1,5 Millionen Menschen. Die 30.000 Entlassungen entsprächen rund zwei Prozent der Gesamtbelegschaft.