US-Bundesstaat Arizona: Mensch wohnhaft bei weiterem Schusswaffenvorfall mit US-Beamten getroffen

In der Nähe der Grenze zwischen den USA und Mexiko ist ein Mensch von mindestens einem Schuss getroffen und schwer verletzt worden. Der US-Grenzschutz war anscheinend in den Vorfall in Arivaca im US-Bundesstaat Arizona involviert. Das bestätigte das zuständige Pima County Sheriff Department der Nachrichtenagentur dpa.

Bei dem angeschossenen Mann handele es sich um einen 34-Jährigen aus Arizona. Die Beamten hätten versucht, ihn festzunehmen, als er auf einen Hubschrauber der US-Grenzschutzbehörde sowie auf die Beamten schoss, wie das FBI mitteilte. Die Beamten hätten das Feuer erwidert und ihn getroffen. Der Mann sei mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden und erhole sich von einer Operation.

FBI-Ermittler Heith Janke sagte, der Verdächtige habe eine kriminelle Vorgeschichte. Er befinde sich in Bundesgewahrsam und werde voraussichtlich angeklagt, sagte Janke. Das Sheriffbüro von Pima County teilte mit, das FBI habe darum gebeten, die Untersuchung zum Schusswaffengebrauch der Grenzschutzbehörde zu leiten. Die Grenzschutzbehörde sowie das US-Heimatschutzministerium äußerten sich bislang nicht zu dem Vorfall.

Zusammenarbeit mit FBI und Grenzschutzbehörde

Arivaca ist rund 16 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt. In der Nähe befindet sich laut County
Sheriff Chris Nanos ein von Migrantinnen und Migranten stark frequentierter Grenzübergang. Dort war es in der Vergangenheit wiederholt zu Spannungen zwischen Migrantenvertretern und der Grenzpolizei gekommen. Auch Drogenschmuggler und Schleuser sind dort aktiv. Deshalb patrouilliert der Grenzschutz.

In den vergangenen Wochen haben Bundesbeamte im Rahmen eines Großeinsatzes in Minneapolis zur Umsetzung der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Massenabschiebungen in den USA mehrfach auf Zivilisten geschossen. Erst am vergangenen Wochenende wurde ein Mann von Bundesbeamten getötet