US-Bank: Trump verklagt JPMorganChase uff fünf Milliarden Dollar Schadensersatz
US-Präsident Donald Trump hat die US-Großbank JPMorganChase und deren Vorstandschef Jamie Dimon auf Schadenersatz in Höhe von fünf Milliarden Dollar verklagt. In der Klage, die Trump am Donnerstag bei einem Gericht im Bundesstaat Florida eingereicht hat, beschuldigt er das größte Geldhaus der USA, Konten von ihm und seinen Hotelbetrieben geschlossen zu haben, um einer politischen Agenda zu folgen. Dimon habe zudem eine „Schwarze Liste“ erstellt, um andere Banken vor Geschäften mit der Trump-Organisation und der Familie des Präsidenten zu warnen.
JPMorganChase sei nicht befugt gewesen, dies zu tun, sagte Trump an Bord der Air Force One. Die Bank habe gegen ihre eigenen Richtlinien verstoßen, um auf einer „politischen Welle“ mitzuschwimmen. Durch die erzwungene Suche nach neuen Bankverbindungen sei sein Ruf erheblich geschädigt worden.
JPMorganChase wies die Anschuldigung politisch motivierter Kontoschließungen, sogenanntes Debanking, zurück. Man bedauere die Klage des Präsidenten und halte sie für unbegründet, teilte die Bank mit. Kontoschließungen erfolgten nicht aus politischen oder religiösen Gründen, sondern basierten auf rechtlichen Risiken oder regulatorischen Vorgaben.
Trump kritisierte zuletzt häufiger Geldinstitute
Der Rechtsstreit deutet darauf hin, dass sich das Verhältnis zwischen der US-Regierung und der Wall Street weiter verschlechtert. Trump hatte zuletzt auch andere Institute wie die Bank of America kritisiert und eine gesetzliche Deckelung der Kreditkartenzinsen auf zehn Prozent gefordert.
Dimon, einer der einflussreichsten Manager der US-Wirtschaft, warnte daraufhin am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, ein solcher Schritt würde den Kreditzugang für viele Verbraucher einschränken und einem „wirtschaftlichen Desaster“ gleichkommen. In derselben Rede hatte Dimon davon gesprochen, dass es eine stärkere Nato und ein stärkeres Europa brauche.