UN: Annalena Baerbock ruft EU zur Unterstützung jener UN uff

Die Präsidentin der UN-Generalversammlung und frühere Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Europa zur Unterstützung der Vereinten Nationen und der UN-Charta aufgerufen. „Die internationale Ordnung steht nicht nur unter Druck, sie wird angegriffen“, sagte Baerbock in einer Rede im EU-Parlament in Straßburg. Die Welt brauche die Vereinten Nationen und „im Moment braucht auch die UN (…) die Welt“, fügte sie hinzu.

Die ehemalige Außenministerin verwies in ihrer Rede nicht nur auf die Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen und im Sudan, sondern auch auf die Krisen in Venezuela, im Iran und auf den Grönlandstreit mit den USA. Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Vereinten Nationen am meisten gebraucht würden, „wenden sich selbst diejenigen Kräfte von ihnen ab, die eine besondere Verantwortung für den Schutz von Frieden und Sicherheit tragen“ , sagte Baerbock, ohne die USA oder Russland direkt zu nennen.

Baerbock forderte die EU auf, eine breite internationale Allianz zu schmieden. Diese Allianz solle die UN-Charta und die regelbasierte Weltordnung schützen, verteidigen und weiter stärken.

Baerbock wünscht sich Frau als UN-Generalsekretärin

Sie wies außerdem darauf hin, dass die Vereinten Nationen große finanzielle Probleme haben. Die UN steckten in einer „existenziellen Liquiditätskrise“. Deshalb rief Baerbock die europäischen Staaten dazu auf, ihre Mitgliedsbeiträge vollständig zu zahlen.

Mit Blick auf die bereits laufende Suche nach einer Nachfolge für UN-Generalsekretär António Guterres sprach sich Baerbock für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen aus. Dabei erwähnte sie auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, unter deren Führung die EU stärker geworden sei.

Baerbock selbst war nach dem Regierungswechsel in Deutschland im vergangenen Jahr zur Präsidentin der UN-Generalversammlung gewählt und im September offiziell in ihr Amt eingeführt worden.