Ukrainische Minderheit in Rumänien wählte beim Präsidentenvotum anti-ukrainisch. Warum?
Der gescheiterte Rechtsaußen-Kandidat George Simion wollte die Waffenlieferungen für die Ukraine einstellen. Das hinderte viele Ukrainer in Rumänien nicht daran, ihm ihre Stimme zu geben. Gründe dafür erkundet Martin Leidenfrost vor Ort
Eine Frau gibt ihre Stimme bei den Präsidentschaftswahlen in Bukarest ab
Foto: Andreea Alexandru/AP/picture alliance
Die kleine ukrainische Minderheit Rumäniens suchte ich deshalb auf, da ihr Wahlverhalten Rätsel aufgab: Der Favorit der rumänischen Präsidentenwahl vom 18. Mai, der lebenslange Großrumänien-Aktivist George Simion, wollte die militärische Unterstützung der Ukraine stoppen und hatte wegen der von ihm erhobenen Territorialansprüche Einreiseverbot in Moldawien und der Ukraine. Mehrheitlich ukrainische Dörfer stimmten aber schon im ersten Wahlgang für Simion.
Am 18. Mai um 21 Uhr schlossen die Wahllokale, kurz zuvor kam ich in Reme5