Ukraine verfügt nachdem laut Selenskyj verbleibend Beweise zum Besten von russische Unterstützung des Irans
Der ukrainische Geheimdienst kann laut Wolodymyr Selenskyj belegen, dass der russische Geheimdienst den Iran unterstützt. Trump will in den kommenden fünf Tagen auf Angriffe gegen iranische Energieanlagen verzichten. Mehr im Liveticker.
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
21:34 Uhr – Ölpreise brechen deutlich ein
Die Ölpreise halten ihre Verluste nach der Bekanntgabe von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran durch US-Präsident Donald Trump. US-Leichtöl verbilligt sich um 9,6 Prozent auf 88,84 Dollar pro Barrel, Nordseeöl der Sorte Brent gibt um 10,9 Prozent auf 99,90 Dollar nach.
21:23 Uhr – Selenskyj: Russland liefert Iran Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Militärgeheimdienst verfügt nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj über unwiderlegbare Beweise dafür, dass Russland dem Iran Geheimdienstinformationen liefert. Russland nutze dafür seine eigenen Fähigkeiten zur elektronischen Aufklärung sowie Daten von Partnern aus der Region. Dies helfe dem Iran, präzisere Angriffe auszuführen, und verlängere den Krieg im Nahen Osten, erklärt Selenskyj auf X.
Die Regierung in Moskau hat in der vergangenen Woche einen Bericht des „Wall Street Journal“ über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen.
21:06 Uhr – Trump spricht von Abkommen, Netanjahu will weiter angreifen
Während US-Präsident Donald Trump von einem möglichen Abkommen mit dem Iran spricht, hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu weitere Angriffe angekündigt. Es bestehe zwar die Chance, dass sich die Erfolge Israels und der USA auf dem Schlachtfeld in ein Abkommen umsetzen ließen, das die Kriegsziele verwirkliche, sagte Netanjahu. „Aber gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe fort, sowohl im Iran als auch im Libanon.“ – „Es wird noch mehr folgen“, sagte Netanjahu. „Wir werden unsere Lebensinteressen in jeder Situation schützen.“
20:35 Uhr – Irak: Raketenangriff auf US-Militärbasis in Syrien
Aus der irakischen Stadt Rabia sind Insidern zufolge mindestens sieben Raketen auf eine US-Militärbasis im Nordosten Syriens abgefeuert worden. Im Bezirk Rabia westlich von Mossul sei ein auf einem ausgebrannten Lastwagen montierter Raketenwerfer sichergestellt worden, hieß es aus irakischen Sicherheitskreisen weiter. Dieser sei mutmaßlich für die Attacke auf die Rmeilan-Basis genutzt worden. Es war der erste grenzüberschreitende Angriff auf US-Truppen in Syrien seit dem US-israelischen Angriff auf den Iran.
19:58 Uhr – Lufthansa-Airlines fliegen bis Herbst nicht nach Nahost
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Iran-Kriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an. Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat.
19:46 Uhr – Starmer: Großbritannien sendet Luftverteidigung an Golfstaaten
Großbritannien entsendet Luftverteidigungssysteme für Kurzstrecken-Raketen zum Schutz seiner Verbündeten in mehrere Golfstaaten. Die Systeme sollten „rasch“ an Bahrain geliefert werden, sagte der britische Premierminister Keir Starmer in einem Parlamentsausschuss in London. Auch Kuwait und Saudi-Arabien würden beliefert.
19:03 Uhr – Israelische Armee: Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen von der Basidsch-Miliz genutzten Stützpunkt der iranischen Revolutionsgarden in Teheran angegriffen. Der Angriff sei „Teil der aktuellen operativen Phase, die darauf abzielt, die zentralen Systeme und Sicherheitsfähigkeiten des iranischen Terrorregimes weiter zu schwächen“, teilte die israelische Armee mit. Erst kürzlich hatte Israel unter anderem den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet.
15:59 Uhr – Trump: Sind uns mit Iran in 15 Punkten einig
Die USA und der Iran sind sich nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. „Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt“, sagte der Republikaner vor Reportern in Florida.
Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner verhandeln einem Axios-Bericht zufolge mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baker Kalibaf. Das teilt ein Reporter des US-Nachrichtenportals auf der Plattform X mit. Ein israelischer Insider sagte demnach, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Kalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident J.D. Vance in Islamabad einzuberufen.
15:17 Uhr – Trump meldet Gespräche mit „Top-Person“ im Iran – und stellt „Regimewechsel“ in Aussicht
US-Präsident Trump sieht eine Einigung mit dem Iran über ein mögliches Kriegsende in Reichweite. Er sagte in Palm Beach im Bundesstaat Florida, es gebe „wesentliche Übereinstimmungen“ in den wiederaufgenommenen Gesprächen mit Teheran. Zur Bedingung machte Trump, dass der Iran sein Atomprogramm sowie sein angereichertes Uran aufgibt. Im Falle eines „Deals“ würden die USA sich das Uran holen, erklärte er.
Trump sagte weiter, die USA verhandelten mit einer „Top-Person“ im Iran. Dabei handele es sich jedoch nicht um den Obersten Führer der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei. Die Gespräche würden mit einem Mann geführt, „von dem ich glaube, dass er der angesehenste und der Führer ist“, sagte der US-Präsident. Es werde eine „sehr ernsthafte Form eines Regimewechsels“ geben, fügte er hinzu, ohne Namen zu nennen.
15:14 Uhr – Merz „dankbar“ für Vertagung von Trumps Plänen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Pläne für Angriffe auf Kraftwerke im Iran zu vertagen, begrüßt. „Ich bin dankbar, dass er heute gesagt hat, dass er das noch einmal um fünf Tage verschiebt und jetzt auch die Möglichkeit für unmittelbare und direkte Kontakte mit der iranischen Führung eröffnet“, sagte Merz.
Er habe am Sonntag mit Trump telefoniert und dabei mit dem US-Präsidenten auch über die Lage im Mittleren Osten gesprochen, sagte der Kanzler weiter. „Ich habe ihm meine Bedenken im Hinblick auf die angekündigten Angriffe auf die Kraftwerke im Iran vorgetragen.“
13:10 Uhr – Iran dementiert Verhandlungen mit den USA
Der Iran dementiert die Aussagen von US-Präsident Trump, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionswächtern nahestehen. Die Agentur Fars zitierte eine anonyme Quelle im iranischen Machtapparat, wonach Trump zurückgerudert sei, nachdem er gehört habe, dass alle Kraftwerke in Westasien Ziele iranischer Angriffe sein würden. Tasnim schrieb, Trump habe sich „vom Druck der Finanzmärkte“ überzeugen lassen.
13:03 Uhr – Oman setzt sich für Sicherung der Straße von Hormus ein
Der Oman setzt sich nach Angaben von Außenminister Badr al-Bussaidi für eine Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus ein. Er ging in einem Beitrag auf der Plattform X nicht näher darauf ein, was diese Bemühungen umfassten. Al-Bussaidi schrieb, dass der Iran nicht für den Krieg verantwortlich gemacht werden dürfe.
12:56 Uhr – Irans Staatsfernsehen: Trump macht nach Warnungen Rückzieher
Die iranische Führung hat die Ankündigung von US-Präsident Trump als Erfolg gefeiert. „US-Präsident macht nach Irans deutlicher Warnung einen Rückzieher“, war in einer Grafik im iranischen Staatsfernsehen zu lesen.
12:26 Uhr – Trump-Äußerung treibt Börsen und lässt Ölpreis fallen
Die Ankündigung von Trump hat die Aktienmärkte beflügelt und den Ölpreis einbrechen lassen. Der Dax machte daraufhin einen Satz nach oben und legte in der Spitze um 3,6 Prozent auf 23.178 Punkte zu. Auch der EuroStoxx50 drehte ins Plus und gewann zeitweise mehr als drei Prozent. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent brach in der Spitze mehr als 14 Prozent auf 96,00 Dollar je Barrel ein.
12:15 Uhr – Trump verlängert Frist für den Iran – Angriffe auf Energieanlagen verschoben
US-Präsident Donald Trump schreibt in einem Beitrag auf Truth Social von „sehr guten und produktiven Gesprächen“ mit dem Iran in den vergangenen beiden Tagen. Er habe daher das Kriegsministerium angewiesen, alle Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für einen Zeitraum von fünf Tagen aufzuschieben – vorbehaltlich des Erfolgs der laufenden Gespräche.
10:29 Uhr – Iran spricht von „neuen Überraschungen“
Der Iran hat im Krieg mit Israel und den USA nach eigener Darstellung noch nicht alle seine militärischen Kapazitäten ausgeschöpft. „Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen auf dem Weg sind“, sagte Abdullah Hadschi-Sadeghi, ein religiöser Vertreter der mächtigen Revolutionsgarden.
Die Islamische Republik werde sich niemals ergeben, zitierte ihn die mit den Revolutionswächtern verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. „Wir sind in einer Schule erzogen worden, die Kapitulation als Erniedrigung betrachtet“, sagte Hadschi-Sadeghi.
dpa/AFP/Reuters/ll/saha/sebe/jmr/lay/ceb/kami/säd
Source: welt.de