Ukraine: Kyjiw muss Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung stehenbleiben
Nach Angaben des Stadtrats von Kyjiw hat die ukrainische Hauptstadt die Stromversorgung ebenso wie die Wasser- und Wärmeversorgung vollständig abstellen
müssen. Der Netzbetreiber hatte darum gebeten, nachdem der Strom in weiten Teilen der Stadt bereits ausgefallen war.
Russland hatte zuvor die ukrainische Infrastruktur angegriffen
und wichtige Teile zerstört. Auch der elektrifizierte öffentliche
Nahverkehr musste eingestellt werden, wie der Stadtrat auf Telegram
mitteilte.
Reparaturen seien im Gange, schrieb die
Stadtverwaltung; es wurde aber nicht angegeben, wie lange die Systeme
außer Betrieb bleiben würden. Die Hälfte der Wohnblocks in Kyjiw war am
Freitag nach dem neuesten russischen Angriff ohne Stromversorgung. Die Temperaturen fielen unter minus 10 Grad Celsius.
Der Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, hatte den Einwohnern am Freitag geraten, die Stadt zeitweilig zu verlassen. In der Hauptstadt der Ukraine könnten nach einem schweren russischen Luftangriff 6.000 Wohnblocks nicht beheizt werden, schrieb er auf Telegram. Das sei die Hälfte der Mehrfamilienhäuser der ukrainischen Hauptstadt. Wer anderswo Energie und Wärme finden könne, solle die Hauptstadt vorübergehend verlassen.
Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine in unserem Liveblog.