TW-Fragebogen: Out of office: Carmen Kroll

Was würden Sie heute studieren?
Wenn ich wirklich jetzt, an diesem Punkt meiner Karriere, ein Studium starten müsste, würde ich etwas wählen, das komplett abwegig ist und nichts mit meinem Berufsbild zu tun hat. Etwas, das ich mir nur aus Interesse aneigne, ohne eine berufliche Absicht zu verfolgen. Künste, Astronomie, Songwriting. Hauptsache, ich mache keinen weiteren Job draus.
Wer war Ihr*e Mentor*in?
Vor dieser Frage habe ich immer etwas Respekt. Denn die Antwort klingt abgehoben, auch wenn sie so nicht gemeint ist: Ich habe und hatte nie eine*n Mentor*in. Niemanden, den ich beeindrucken wollte oder dem ich nachgeeifert habe. Ich finde das selbst schade, aber so etwas kann man schließlich nicht erzwingen. Ich versuche so zu leben, dass vergangenen Versionen von mir in mir eine Mentorin sehen würden. Es gelingt nicht immer, aber der Gedanke ist dann doch ein Ansporn.
Die Womenswear-Marke Oh April konnte ihren Umsatz in den letzten zwei Jahren um das Zwölffache steigern.
Wenn Sie für einen Tag einen anderen Job übernehmen könnten – welcher bzw. wessen Job wäre das?
Café-Concept-Store-Betreiberin in einer süßen Innenstadt. Im besten Fall ohne Bürokratie und Verantwortung, sondern nur Vibes. Und da das kein realistischer Job ist, hier die weniger romantisierte Antwort: Autorin bei einem Mode-Magazin. Ich möchte mich selbst von der Härte der Branche überzeugen!
Was würden Sie gerne als Nächstes lernen?
Backen! Nicht nur das einfache Rezepte-Nachbacken, sondern das Gefühl für die Zutaten, die innere Ruhe, die Kreativität, das Know-how.
Was hätten Sie gerne früher gewusst?
Dass man Steuern steuern (und sparen) kann. Was ich aus Angst vor dem Thema schon alles bezahlt habe… Aber besser spät (und auf Nummer sicher) als nie: Die richtigen Profis an der Seite sind nicht günstig, aber günstiger als das, was ich ohne sie gemacht habe.
Welcher Modekauf hat Sie zuletzt glücklich gemacht?
Am liebsten kaufe ich für meine Töchter ein, aber wenn ich es mal nur auf mich beziehe und mein eigenes Label Oh April außenvor lasse: eine sehr teure Uhr, die mir manchmal etwas unangenehm ist. Obwohl ich sehr stolz bin, mir diesen Traum erarbeitet zu haben.
Für ihre Töchter kauft Carmen Kroll am liebsten ein.
Wo würden Sie gern mal eine vierwöchige Workation verbringen?
Tokio! Workation ist in meinem Fall oft auch: Leben und Dokumentieren. Das funktioniert sehr viel spannender in einer Mega-Stadt, in der das Leben so anders als unseres in Köln ist. Wobei ich mindestens eine der vier Wochen dann doch an den Strand verlegen würde.
Sind Sie Sammlerin?
Wenn das Sammeln von Karma zählt, auf jeden Fall. Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich immer lohnt, Gutes zu tun. Gutes Karma kommt zurück! Ob zu mir, meinen Liebsten oder jemandem, dem ich zufällig über den Weg laufe, spielt für mich keine Rolle.
Was zeigt das letzte Foto auf Ihrem Handy?
Ein entzündeter Mückenstich auf meinem Bein, den ich meinem Arzt geschickt habe.
Welches Kunstwerk berührt Sie und wieso?
Die richtige Antwort wäre nun wahrscheinlich: Alles, was meine Tochter malt! Ich bin keine Kunst-Kennerin, aber ich bin eine Emotions-Liebhaberin. In meinem Zuhause hängen 3 Kunstwerke von drei Künstlerinnen, mit denen ich jeweils einen Lebensabschnitt verbinde: Fulya Celik (meine beige Minimalismus-Liebe), Katharina Santl (mein chaotisch-bunt-fröhliches Familienleben) und Bings (sentimentaler Blick auf Kindheitsträume).
TW-Fragebogen
Out of office: Agnes Bella
In der TW geht es meistens um Zahlen und Business. In unserer Rubrik „Out of Office“ wollen wir uns den Menschen der Branche nähern und stellen ihnen persönliche Fragen. Vom ersten Berufswunsch bis zum Mentor, vom Lieblingshotel bis zum Film, der sie zum Weinen bringt. Heute: Agnes Bella, Head of Product bei Camel active Womenswear.
Welches Buch würden Sie in einem Buchclub empfehlen?
„The Secret“ von Rhonda Byrne als Grundlage, um sich eine neue Welt zu eröffnen. Mir hat dieses Buch mein Wunschuniversum eröffnet und ich lebe es seitdem (losgelöst von Byrne) auf meine eigene Weise. Als zweites würden wir dann aber auch schon eine Romantasy-Reihe anfangen. Meine momentane Obsession!
Wie schaffen Sie es, runterzukommen?
„Nicht stören“-Fokus auf dem Handy nutzen, Bücher lesen, mit den Kindern auf dem Spielplatz alle irrelevanten Gedanken vergessen. Auch, wenn es nur für den Moment ist.
Welche Social Media Accounts inspirieren Sie?
Abgesehen von meinen Creator-Freundinnen: @matildabeaa mit ihren wunderschönen Table Settings.
Ihr*e größte*r Kindheitsheld*in?
Molly Moon, Bibi Blocksberg und Pipi Langstrumpf, die Klassiker einer 90er Kindheit!
Ihr Lieblingshotel?
Ich habe auch durch meinen Beruf das unglaubliche Glück, in so besonderen Hotels schlafen zu dürfen: Vogelhaus in Lappland, Meervilla auf den Malediven, Schloss in Schottland, aber im Herzen gibt es nur eine Antwort: Das Familienhotel „Moar Gut“ in den österreichischen Bergen. Ich bin mittlerweile eine von denen, die unironisch sagt: „Das ist wie nach Hause kommen“ und sich bewusst ist, welches krasse Privileg das ist.
Bestes Restaurant für ein Date?
Puh, schwierig. Burger-Hotspot? Bestellen und auf die Couch?
Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?
Je nach Zyklusphase könnte ich bei jedem Film weinen. So richtig sind die Dämme neulich bei der Schlussszene von „Blow“ gebrochen.
Wer oder was bringt Sie zum Lachen?
Mein Mann, auch wenn er mir mit seinen Sprüchen mindestens genauso oft auf die Nerven geht.
Carmen Kroll und ihr Ehemann Niclas.
Zu welchem Song tanzen Sie am liebsten?
Unwritten von Natasha Bedingfield geht wirklich immer! Ansonsten hat meine 5-jährige meinen Spotify-Algorithmus in der Hand. Aber zu „Mädchen gegen Jungs“ von Bibi und Tina tanzt es sich auch sehr ausgelassen.
Wofür geben Sie manchmal unvernünftig viel Geld aus?
Essen und Getränke bestellen, immer.
Welche App haben Sie zuletzt geladen?
Die „Design & Printer“ App für meinen Label Maker.
Was muss immer im Kühlschrank sein?
Blaubeeren, Skyr und Cola
Sie können drei prominente Menschen zum Essen einladen. Wer sitzt am Tisch?
Bill Kaulitz, Hailey Bieber und Damon Salvatore (nicht Ian Somerhalder)
Für welches politische Vorhaben würden Sie sich einsetzen?
Zugängliche Schulbildung. Durch unsere Arbeit am Carmushka School Center in Malawi habe ich erlebt, wie entscheidend Bildung für Perspektiven, Chancen und Selbstbestimmung ist.
TW-Fragebogen
Out of office: Jan Heser
In der TW geht es meistens um Zahlen und Business. In unserer Rubrik „Out of Office“ wollen wir uns den Menschen der Branche nähern und stellen ihnen persönliche Fragen. Vom ersten Berufswunsch bis zum Mentor, vom Lieblingshotel bis zum Film, der sie zum Weinen bringt. Heute: Jan Heser, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland Shops
Auf welche drei Dinge können Sie auf keinen Fall verzichten?
Wirkliche, unemotionale „Dinge“ im Alltag: Handy, Lippenpflege, Tictacs
Worüber reden Sie am liebsten?
Ich steigere mich sehr gern in komplett Irrelevantes in der Trash TV Welt hinein. Ansonsten könnte ich stundenlang über Urlaubsplanung und private Zukunfts-Gedankenschlösser sprechen.
Verraten Sie uns eine Ihrer Marotten?
Textgröße in der Instagram-Story. Generell bin ich, was meinen Content angeht, extrem perfektionistisch. Ansonsten muss ich vorm Schlafengehen immer nachfragen, ob die Tür auch WIRKLICH zugeschlossen ist. In kleine Aufzüge gehe ich sehr ungern, aber dann auch nur rückwärts. Ich fahre durchs gesamte Parkhaus, um sicherzustellen, dass ich wirklich den besten Platz erwische.
Wie sieht für Sie ein perfekter Sonntag aus?
Lachen/Hörspiele aus dem Kinderzimmer der Großen hören, kuschelnd aufwachen, Kaffee an der Kücheninsel, Tanz durchs Haus, Spaziergang und Reibekuchen auf dem Markt, frische Blumen, Snacks, Buch, Badewanne, Couch.
Was möchten Sie gerne machen, wenn Sie in Rente gehen?
Mich zurücklehnen und mich über all die Dinge freuen, die ich verpasse.