Türkei und Iran: Die Sorge ist weithin, in den Krieg hineingezogen zu werden
Raketenalarm in der
Türkei. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage nahm eine ballistische Rakete aus
dem Iran Kurs auf das Nato-Land. Die Türkei hat für solche Fälle theoretisch
zwei Luftabwehrsysteme. Eins kam 2019 aus Russland. Für die Nato ist das ein
Problem. Diesen Kauf bezahlt die Türkei daher noch immer mit Sanktionen durch
die USA. Die Rohre der russischen S-400-Luftabwehr kommen nicht zum Einsatz,
noch immer werden sie irgendwo in Kisten aufbewahrt.
Das zweite System stammt
aus türkischer Produktion. Der „Steel Dome“ wurde vor nicht einmal einem Jahr
feierlich in Betrieb genommen, ist aber noch nicht in allen Funktionen
einsatzfähig. Die beste Luftverteidigung der Türken sind daher die Amerikaner.
Die iranische Rakete wurde wie schon die vor ein paar Tagen von der Luftabwehr
der Nato abgeschossen. Die USA erhöhten daraufhin ihre Reisewarnung für den
Südosten der Türkei und evakuierten Personal aus ihrem Konsulat in Adana.
Stunden später verlegten sie Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot nach Malatya, in
Richtung syrischer Grenze. Eine „notwendige Maßnahme, um den eigenen Luftraum
zu schützen“, schrieb das türkische Außenministerium dazu.