Trumps äußert ungeschützt Wut via Verbündete
US-Präsident Trump ist zunehmend verärgert, dass seine Verbündeten ihm beim Einsatz in der Straße von Hormus nicht helfen. Nun droht er, sie bei der Verteidigung alleinzulassen.
US-Präsident Donald Trump hat erneut seinen Ärger über verbündete Staaten ausgedrückt, die sich nicht an einem Einsatz in der Straße von Hormus beteiligen. „Holt euch euer eigenes Öl!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Der US-Präsident unterbreitete „allen Ländern, die wegen der Straße von Hormus kein Kerosin mehr haben – wie etwa Großbritannien, das sich geweigert hat, sich an der Zerschlagung Irans zu beteiligen – einen Vorschlag“: Sie sollten Öl von den USA kaufen, denn „wir haben reichlich davon“.
Die USA würden Ländern, die von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängen, nicht helfen. „Ihr müsst lernen, euch selbst zu verteidigen, die USA werden nicht mehr für euch da sein, genau so, wie ihr nicht für uns da wart“, schrieb Trump. Frankreich warf der US-Präsident vor, Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug verweigert zu haben. „Die USA werden das nicht vergessen!“, schrieb Trump.
Auch Verteidigungsminister fordert mehr Einsatz von Verbündeten
Trump erwähnt nicht, dass er Hilfe abgelehnt hat. So hatte er kurz nach Kriegsbeginn erklärt, Großbritannien erwäge zwar, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu schicken. Aber man brauche die Hilfe nicht mehr. „Wir brauchen keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben!“, hatte Trump am 7. März erklärt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schloss sich Trumps Forderung an die Verbündeten an. „Es gibt Länder weltweit, die bereit sein sollten, sich ebenfalls für diese wichtige Wasserstraße einzusetzen“, sagte der Minister auf einer Pressekonferenz im Pentagon.
Nicht nur die amerikanische Marine, auch die britische Royal Navy sei für solche Aufgaben gerüstet. „Der Präsident macht deutlich, dass man keine wirkliche Allianz hat, wenn Länder nicht bereit sind, einem in Notlagen beizustehen“, sagte Hegseth.
USA nehmen iranische Marine und Rüstungsindustrie ins Visier
In seinem Krieg gegen Iran konzentriert sich das US-Militär nach Angaben von US-Generalstabschef Dan Caine auf die dortige Marine und die Rüstungsindustrie. Caine sagte im Pentagon, die US-Einsätze in Iran zielten weiterhin auf die Zerstörung der Minenlegekapazitäten und der Marineeinheiten. „Wir haben erneut mehr als 150 Schiffe versenkt“, sagte Caine und fügte hinzu, dass nun auch Kampfhubschrauber an den Angriffen auf iranische Marineziele beteiligt seien.
Ein weiteres Hauptziel des Krieges sei die Ausschaltung der iranischen Rüstungsindustrie, einschließlich der Nuklearforschungsanlagen. Dazu gehörten Fabriken, Lagerhallen, Forschungs- und Entwicklungslabore für Atomwaffen sowie die dazugehörige Infrastruktur, die Iran benötige, um seine Kampffähigkeit wiederherzustellen, sagte der Generalstabschef.
Zuletzt griffen die USA Militäreinrichtungen in der Region Isfahan an. Berichten zufolge setzten die USA bei diesem Angriff eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von umgerechnet jeweils 900 Kilogramm ein.
Source: tagesschau.de