Trump will laut Bericht Krieg verfertigen, untergeordnet wenn Straße von Hormus noch gezwungen ist

US-Präsident Trump soll gegenüber Mitarbeitern angedeutet haben, dass die Öffnung der Straße von Hormus nicht zu seinen zentralen Kriegszielen zählt. Das könnten die europäischen und arabischen Partner erledigen. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

07:12 Uhr – Bericht: Trump will Iran-Krieg beenden, auch wenn Straße von Hormus noch blockiert ist

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ ist US-Präsident Donald Trump bereit, den Militäreinsatz gegen Iran auch dann zu beenden, wenn die Straße von Hormus weitgehend blockiert bleibt. Trump habe Mitarbeitern gesagt, eine militärische Öffnung der Meerenge würde den Krieg über seinen selbst gesetzten Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern. Stattdessen wolle er die wichtigsten Ziele der USA erreichen – nämlich Irans Marine und Raketenarsenal empfindlich zu schwächen – und dann die Kämpfe herunterfahren. Anschließend solle Teheran diplomatisch dazu gedrängt werden, den Handel durch die Meerenge wieder zuzulassen.

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Sollte das nicht gelingen, würden die USA laut „Wall Street Journal“ vor allem europäische und arabische Partner am Golf dazu drängen, die Führung bei einer Öffnung der Straße von Hormus zu übernehmen. Militärische Optionen blieben zwar grundsätzlich auf dem Tisch, hätten für Trump aber derzeit keine Priorität. Der Bericht verweist zugleich auf widersprüchliche Signale aus Washington: Trump hat öffentlich mit Angriffen auf zivile Energieinfrastruktur gedroht, falls die Meerenge nicht geöffnet werde, ihre Bedeutung für die USA an anderer Stelle aber heruntergespielt.

06:46 Uhr – Feuer auf Öltanker im Hafen von Dubai gelöscht

Das nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff ausgebrochene Feuer auf einem kuwaitischen Öltanker ist nach Angaben Dubais gelöscht worden. ⁠Die 24 Besatzungsmitglieder der „Al Salmi“ seien in Sicherheit und es gebe keine Verletzten, teilen die Behörden des Golfemirats mit.

06:07 Uhr – Israelische Armee: Vier israelische Soldaten im Süden des Libanon getötet

Bei Kämpfen im Süden des Libanon sind nach Angaben der israelischen Armee vier israelische Soldaten getötet worden. Die israelische Armee identifizierte in einer Erklärung am Dienstag drei Soldaten, die „im Kampf gefallen“ seien. Ein weiterer Soldat, dessen Name vorerst nicht veröffentlicht werden könne, sei bei demselben Vorfall ebenfalls getötet worden. Außerdem seien ein weiterer Soldat schwer verletzt und ein Reservist leicht verletzt worden.

05:12 Uhr – Iranische Staatsmedien: Explosionen und Stromausfälle in Teheran

In Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran ist Staatsmedien zufolge nach Explosionen der Strom ausgefallen. „Stromausfälle in Teilen Teherans, nachdem mehrere Explosionen zu hören waren“, meldete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars am Dienstag. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, einige Bewohner im Osten Teherans seien ohne Strom, und die Behörden arbeiteten daran, die Versorgung wiederherzustellen.

04:26 Uhr – Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan

Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein großes Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten.

US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte.

03:30 Uhr – Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon: UN-Sicherheitsrat kommt am Dienstag zusammen

Nach dem Tod von drei Blauhelmsoldaten der UN-Mission Unifil im Südlibanon in den vergangenen Tagen kommt der UN-Sicherheitsrat am Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Sitzung werde um 10 Uhr (Ortszeit, 16 Uhr MESZ) beginnen, wie am Montag aus Diplomatenkreisen verlautete. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte zuvor erklärt, sein Land habe wegen der „äußerst schwerwiegenden Vorfälle“ eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt.

Barrot warf der israelischen Armee außerdem vor, am Sonntag die Sicherheit französischer Blauhelmsoldaten in Nakura bedroht zu haben. Dem israelischen Botschafter in Paris sei „mit größter Entschiedenheit“ die Verurteilung durch Frankreich übermittelt worden.

Die israelische Armee teilte später mit, eine Untersuchung eingeleitet zu haben. „Die Vorfälle werden gründlich überprüft, um die Umstände zu klären und festzustellen, ob sie durch Aktivitäten der Hisbollah“ oder der israelischen Streitkräfte verursacht wurden, erklärte die Armee am Dienstag im Onlinedienst Telegram.

02:26 Uhr – Öltanker vor der Küste von Dubai beschossen

Ein riesiger kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei brach ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es habe aber keine Berichte über Verletzte gegeben. Die 24-köpfige Besatzung sei in Sicherheit.

Zuvor hatte bereits die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitgeteilt, dass ein nicht näher beschriebenes Projektil ein Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai getroffen und einen Brand ausgelöst habe. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, ging aus der Mitteilung der Behörde nicht hervor. Zuvor hatten nach ihren Angaben zwei Geschosse im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens ein Containerschiff verfehlt.

01:46 Uhr – Iranisches Staatsfernsehen: Parlamentskommission billigt Maut in Straße von Hormus

Eine Kommission im iranischen Parlament hat dem Staatsfernsehen zufolge Pläne für die Einführung von Mautgebühren in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus gebilligt. Die Pläne sähen unter anderem „finanzielle Bestimmungen und Mautsysteme in Rial“, der iranischen Währung, sowie eine Zusammenarbeit mit dem Oman auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge vor, berichtete das iranische Staatsfernsehen am Montag unter Berufung auf ein Mitglied der Sicherheitskommission des Parlaments in Teheran.

Das Vorhaben umfasst dem Staatsfernsehen zufolge außerdem ein „Durchfahrtsverbot“ für die USA und Israel sowie für andere Länder, die den Iran sanktionieren.

00:58 Uhr – Netanjahu: Mehr als die Hälfte der Kriegsziele im Iran sind erreicht

In dem Krieg Israels und der USA gegen den Iran sind nach Auffassung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu mehr als die Hälfte der Ziele erreicht worden. „Wir haben definitiv die Hälfte hinter uns“, sagte Netanjahu am Montag in einem Interview mit dem konservativen US-Sender Newsmax. Zugleich betonte er, der Krieg sei mehr als zur Hälfte erledigt „im Hinblick auf die Missionen, nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit“.

Netanjahu unterstrich derweil die Ziele, die bislang erreicht worden seien, darunter die Tötung von „tausenden“ Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden. Die israelische und die US-Armee stünden außerdem „kurz davor, ihre Rüstungsindustrie zu zerstören“, fügte er mit Blick auf den Iran hinzu. Damit meine er die gesamte industrielle Basis und das Atomprogramm Teherans. Trump hatte das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Krieg bezeichnet.

00:01 Uhr – Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten

Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.

Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.

Montag, 30. März 2026

22:43 Uhr – Große Zahl von US-Marines, Fallschirmjägern und Spezialkräften in Nahost angekommen

Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien ​2500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der genaue Einsatzort der ⁠Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde bislang nicht genannt. Die zusätzlich zu den bereits in Nahost stationierten Soldaten verlegten Kräfte sollen einem der Insider zufolge die Kapazitäten für mögliche Einsätze erhöhen. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im Iran sei jedoch noch nicht gefallen.

In der US-Regierung wurden Reuters-Informationen zufolge verschiedene Einsatzszenarien für Bodentruppen diskutiert. Dazu zähle die Einnahme der Charg-Insel, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, sowie die ‌Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Zudem sei ⁠ein Vorstoß ins Landesinnere zur Sicherstellung ​von hochangereichertem Uran erörtert worden.

Auch Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die „New York Times“ und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen.

20:10 Uhr – USA: Verhandlungen mit dem Iran verlaufen gut

Die Gespräche mit dem Iran dauern nach Angaben des Weißen Hauses an und machen gute Fortschritte. „Trotz des öffentlichen Auftretens des Regimes und falscher Berichterstattung gehen die Gespräche weiter und verlaufen gut“, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde. Ob Leavitts Worte den ​Tatsachen entsprechen, ist unklar.

Das Weiße Haus erklärte zudem, der Zeitplan für den Iran-Einsatz von vier bis sechs Wochen bleibe bestehen. US-Präsident Trump hatte kurz nach Beginn der Offensive Ende Februar gesagt, diese werde vier Wochen oder weniger dauern.

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18:52 Uhr – UN: Mehrere Blauhelmsoldaten bei Explosion im Libanon getötet

Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag nach Angaben der UN-Mission in dem Land (Unifil) zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilte Unifil mit. Am Sonntagabend war bereits ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.

dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/krott/saha/ceb/krö/nw/säd

Source: welt.de