Trump setzt Iran Hormus-Ultimatum – Schah-Sohn Pahlavi richtet Appell an ihn
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
20:25 Uhr – Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus‑Ultimatum
Schah-Sohn Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. „Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben“, erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten.
Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.
Sowohl Pahlavi als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und „ohne Drohungen“ öffnen.
20:10 Uhr – Spanischer Ministerpräsident warnt vor „langfristiger Energiekrise für die gesamte Menschheit“
Die USA und der Iran haben sich im Krieg im Nahen Osten gegenseitig mit Angriffen auf wichtige Infrastruktur gedroht. Pedro Sánchez, Spaniens Ministerpräsident, hat angesischts dessen zum „Erhalt aller Energieanlagen des Nahen Ostens“ aufgerufen. Er verwies am Sonntag weder auf den Iran noch auf die USA. „Wir befinden uns an einem globalen Wendepunkt“, schrieb Sánchez auf der Plattform X. „Eine weitere Eskalation könnte eine langfristige Energiekrise für die gesamte Menschheit auslösen. Die Welt sollte nicht für die Konsequenzen dieses Kriegs bezahlen.“
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hatte iranische Kraftwerke zu legitimen Zielen für militärische Angriffe erklärt. Die iranische Revolutionsgarde kontrolliere einen Großteil der iranischen Infrastruktur und benutze diese für Kriegshandlungen, sagte Waltz am Sonntag im Sender Fox News.
17:24 Uhr – Libanesischer Präsident warnt vor „Bodeninvasion“
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der pro-iranischen Hisbollah vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt. Die gezielten Attacken auf Brücken seien eine „gefährliche Eskalation“ und „Vorbote einer Bodeninvasion“, erklärte Aoun am Sonntag. Die israelische Armee hatte zuvor neue Luftangriffe auf „terroristische Infrastruktur im Südlibanon“ verkündet. Nördlich der Stadt Tyros wurde eine wichtige Brücke getroffen.
Aoun verurteilte die „Zerstörung von Infrastruktur und lebenswichtigen Einrichtungen im Südlibanon“, darunter die nahe Tyros gelegene Brücke von Kasmijeh. Die israelischen Angriffe stellten eine „eklatante Verletzung der Souveränität des Libanon“ dar und könnten „als Vorbote einer Bodeninvasion“ betrachtet werden, erklärte der libanesische Präsident.
Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP sah nach der Attacke auf die Brücke von Kasmijeh Rauch aufsteigen. Diese führt über den Fluss Litani und befindet sich an der Hauptküstenstraße, die die Region Tyros mit dem Rest des Landes verbindet. Der Fluss spielt seit Jahren eine wichtige Rolle in den Anstrengungen, die Hisbollah-Miliz zurückzudrängen. Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die libanesische Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen.
17:20 Uhr – Iran droht nach Trump-Ultimatum mit Vergeltung
Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit.
Trump hatte dem Iran in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und „ohne Drohungen“ öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, „beginnend mit dem größten!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Der Iran hatte im Gegenzug bereits angekündigt, in diesem Fall alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier zu nehmen. Nun drohten die Revolutionsgarden zudem, alle Kraftwerke, Energieinfrastrukturen und Informations- und Kommunikationstechnologie Israels anzugreifen – und „alle vergleichbaren Unternehmen in der Region mit US-Anteilseignern“.
17:09 Uhr – US-Finanzminister verteidigt Drohungen gegen den Iran
US-Finanzminister Scott Bessent verteidigt die Drohungen von Präsident Trump, iranische Kraftwerke zu zerstören, wenn Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet. Trump verwende „die einzige Sprache, die die Iraner verstehen“, sagte Bessent am Sonntag dem Sender NBC mit Blick auf die Drohungen. Trump werde „alle notwendigen Schritte unternehmen“, um seine Ziele im Krieg gegen den Iran zu erreichen.
Bessent wurde auf eine Aussage von Trump vom Freitag angesprochen, wonach dieser darüber nachdenke, die Militäreinsätze zurückzufahren. Bessent wurde gefragt, ob Trump den Krieg mit den jüngsten Drohungen jetzt eskaliere. „Manchmal muss man eskalieren, um zu deeskalieren“, sagte der Finanzchef.
17:06 Uhr – US-Botschafter: Iranische Kraftwerke sind legitime Ziele
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, erklärt iranische Kraftwerke zu legitimen Zielen für militärische Angriffe. Die iranische Revolutionsgarde kontrolliere einen Großteil der iranischen Infrastruktur und benutze diese für Kriegshandlungen, sagte Waltz am Sonntag im Sender Fox News. Er verteidigte die Drohung von US-Präsident Donald Trump, Kraftwerke im Iran anzugreifen, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnen.
Waltz sagte, Trump würde zunächst „eines der größten Kraftwerke des Irans“ zerstören. Welches er meinte, sagte Waltz nicht. „Es gibt mit Gas betriebene Wärmekraftwerke und andere Arten von Anlagen“, sagte er. Trump meine es ernst.
16:25 Uhr – Israels Außenminister kritisiert X-Post von deutschem Botschafter Seibert
Deutschlands Botschafter in Israel Steffen Seibert handelt sich mit einem X-Post Ärger mit der israelischen Regierung ein. In dem Beitrag schreibt Seibert: „Ein Tag voller Trauer und Empörung“. Er verweist darauf, dass ein Bauer im israelischen Norden von der Hisbollah getötet und Hunderte Menschen bei Angriffen durch iranische Raketen verletzt wurden. Parallel dazu gebe es in palästinensischen Gebieten gewalttätige Ausschreitungen von Siedlern, „nach dem tragischen Tod eines ihrer Mitglieder, dessen Umstände noch untersucht werden“.
Israels Außenminister Gideon Saar reagiert auf den Beitrag mit deutlichen Worten. „Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe gegen Israelis zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen“, schreibt Saar. „Seine Fixierung auf die in Judäa und Samaria lebenden Juden hindert ihn sogar daran, den Tod eines Juden durch einen Palästinenser zu verurteilen.“ Es sei gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter komme – „einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird“.
Laut der israelischen Armee wurde am Samstag ein israelischer Zivilist im Westjordanland getötet, als ein palästinensisches Fahrzeug seinen Wagen rammte. Die israelische Polizei untersucht nach eigenen Angaben, ob der Vorfall „terroristisch motiviert“ gewesen sei.
15:19 Uhr – Merz telefoniert mit Trump
Bundeskanzler Merz hat sich mit Donald Trump ausgetauscht. „Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt“, schrieb der Kanzler auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit.
13:52 Uhr – Iran meldet „schwere Schäden“ an Energieinfrastruktur durch US-israelische Angriffe
Irans Wasser- und Energieinfrastruktur ist nach iranischen Angaben durch die Angriffe der USA und Israels stark beschädigt worden. Die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes habe „durch Terror- und Cyberangriffe“ der USA und Israels „schwere Schäden erlitten“, erklärte Irans Energieminister Abbas Aliabadi am Sonntag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
Die Angriffe richteten sich demnach gegen „dutzende von Anlagen zur Wasserversorgung und -aufbereitung“, führte Aliabadi aus. Zudem hätten sie „Teile der kritischen Versorgungsnetze“ zerstört. Derzeit werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben.
13:40 Uhr – Netanjahu: Weitere Länder müssen sich Iran-Krieg anschließen
Netanjahu drängt weitere Länder dazu, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. „Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert“, sagte Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. „Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Der Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus versuche Teheran zudem, „die gesamte Welt zu erpressen“.
Netanjahu fragte: „Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?“ Es sei an der Zeit, „dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschließen“, sagte Netanjahu, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Einige bewegten sich bereits in diese Richtung, „aber es ist mehr nötig“. Es gehe um die „Sicherheit der ganzen Welt“, sagte der Regierungschef.
12:41 Uhr – 15 Verletzte bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv.
Ein Armeesprecher teilte mit, der Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Nach Militärangaben beträgt der Radius der Einschläge bei dieser Art von Waffe rund zehn Kilometer.
11:40 Uhr – Pistorius: Hilfe in Straßen von Hormus erst nach dem Krieg
In der Debatte um die Sicherung der Straße von Hormus bekräftigt Verteidigungsminister Boris Pistorius, dass Deutschland sich erst nach einem Waffenstillstand beteiligen würde. Man sei bereit zu helfen, ob bei der Minenräumung „oder was auch immer“, „aber eben erst nach Beendigung der Kampfhandlungen“, sagte er bei einem Besuch in Japan. „Alles andere macht überhaupt keinen Sinn.“ Deutschland wolle sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen.
11:38 Uhr – Israel: Zerstörungen in libanesischen Grenzdörfern werden beschleunigt
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weisen das Militär an, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen. Damit sollen Bedrohungen für israelische Gemeinden beendet werden, teilt Katz mit. Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für „terroristische Aktivitäten“ genutzt.
10:58 Uhr – Israelische Luftabwehr fängt iranische Raketen nicht ab – Über 100 Verletzte
Die israelische Luftabwehr hat bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael die Geschosse nicht abgefangen. Die Abwehrsysteme hätten zwar ausgelöst, die Raketen jedoch nicht gestoppt, erklärte der israelische Militärsprecher Effie Defrin auf der Plattform X. „Wir werden den Vorfall untersuchen und daraus lernen“, kündigte der Brigadegeneral an.
In Israel wurden am Samstagabend mehr als 100 Menschen bei iranischen Raketenangriffen auf die beiden südlichen Wüstenstädte Dimona und Arad verletzt, elf davon schwer. Es kam zu schweren Zerstörungen. Iranische Staatsmedien berichteten, die Angriffe hätten einer israelischen Atomforschungsanlage gedient, die etwa zehn Kilometer von Dimona und 30 Kilometer von Arad entfernt liegt. Auch am Morgen gab es im Süden Israels erneut Raketenalarm nach Angriffen aus dem Iran.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach nach dem Beschuss von Arad von einem „sehr schwierigen Abend im Kampf um unsere Zukunft“. „Wir sind entschlossen, unsere Feinde weiterhin an allen Fronten anzugreifen“, hieß es in einer Mitteilung seines Büros. Die iranischen Revolutionsgarden teilten am frühen Sonntag mit, sie hätten „militärische Anlagen“ und Sicherheitszentren im Süden Israels ins Visier genommen. Dimona und Arad liegen in der Nähe mehrerer Militärstützpunkte, darunter der Luftwaffenstützpunkt Nevatim, einer der größten des Landes. Etwa 13 Kilometer südöstlich von Dimona befindet sich zudem ein streng abgeschirmter Atomreaktor Israels.
09:13 Uhr – Iranische Staatsmedien: Armeestützpunkt nahe Bagdad mit Drohnen angegriffen
Ein Armeestützpunkt nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad ist der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge mit Drohnen angegriffen worden. Der Stützpunkt nahe dem internationalen Flughafen von Bagdad sei „erneut zum Ziel von Drohnenangriffen geworden“, berichtete Irna am Sonntag. Der Militärkomplex war in der Vergangenheit von der US-Armee genutzt worden.
08:32 Uhr – Neue iranische Raketenangriffe auf Israel
Der Iran setzt seine massiven Raketenangriffe auf israelische Ziele fort. Im Großraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete, es seien in der Mittelmeermetropole Explosionsgeräusche zu hören. Bei einem Raketenangriff auf den Norden Israels ist zudem nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge seien bei dem Vorfall in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
07:23 Uhr – Straße von Hormus bleibt für „Feinde des Iran“ geschlossen
Der Iran ist der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr zufolge zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) bereit, um die Sicherheit im Golf zu verbessern. Die Straße von Hormus bleibe für alle Schiffe geöffnet, mit Ausnahme von jenen, die mit „Feinden des Iran“ in Verbindung stünden, sagte der iranische IMO-Vertreter Ali Mussawi der Agentur zufolge. Die Durchfahrt sei nach vorheriger Abstimmung mit der Regierung in Teheran möglich.
05.51 Uhr – Japan will bei Minenräumung helfen
Japan könnte sich nach den Worten von Außenminister Toshimitsu Motegi an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die der Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat.
03:14 Uhr – Iran droht bei Angriff auf Kraftwerke mit Vergeltung
Der Iran droht im Falle eines Angriffs der USA auf die Kraftwerke des Landes mit Vergeltungsschlägen. Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.
01:13 Uhr – Trump setzt Iran Ultimatum für Öffnung der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und „ohne Drohungen“ öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, „beginnend mit dem größten!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Samstag, 21. März
22:36 Uhr – Berlin laut Israels Militärchef in Reichweite iranischer Raketen
Der iranische Raketenangriff auf die Insel Diego Garcia zeigt nach Worten des israelischen Generalstabschefs, dass auch europäische Hauptstädte wie Berlin im Bedrohungsradius liegen. Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
„Diese Raketen sind nicht dafür bestimmt, Israel zu treffen“, sagt Israels Militärchef Ejal Zamir. Europäische Hauptstädte lägen innerhalb von ihrem Radius. „Berlin, Paris und Rom sind alle im direkten Bedrohungsradius.“
21:58 Uhr – EU-Länder sollen Füllziel für Gasspeicher senken
Wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Energiepreise ruft die Europäische Kommission Deutschland und die anderen EU-Staaten zur Senkung des Füllziels für ihre Gasspeicher auf. Der Schritt könne dazu beitragen, die Gasnachfrage in Zeiten angespannter Versorgung zu senken und den Druck auf die Preise zu mindern, schreibt der zuständige EU-Kommissar Dan Jørgensen in einem Brief an die Mitgliedstaaten. In Erwägung gezogen werden sollte eine Senkung des Füllziels von normalerweise 90 auf 80 Prozent.
Die Versorgungssicherheit in der Europäischen Union beschreibt Jørgensen dennoch als derzeit vergleichsweise wenig gefährdet. Grund seien die begrenzte Abhängigkeit von Importen aus der Konfliktregion und LNG-Lieferungen, die die Straße von Hormus schon vor dem Kriegsausbruch durchquert hatten.
dpa/AFP/AP/Reuters/ll/saha/sebe/jmr/lay/ceb/kami
Source: welt.de