Trump feiert „Regimewechsel“: US-Präsident kündigt Strafzölle zu Gunsten von Irans Waffenlieferanten an
Trump feiert „Regimewechsel“US-Präsident kündigt Strafzölle für Irans Waffenlieferanten an
08.04.2026, 15:50 Uhr

Nach der Einigung auf eine Waffenruhe stellt US-Präsident Trump eine Annäherung mit dem Iran in Aussicht. Er spricht von einem „sehr produktiven Regimewechsel“ – und droht gleichzeitig Ländern, die an die Islamische Republik Waffen liefern.
US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle für Länder angekündigt, die den Iran mit Waffen beliefern. Der Aufschlag in Höhe von 50 Prozent solle mit sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das gelte ab sofort und ohne Ausnahme.
Zudem kündigte Trump einen vollständigen Stopp der Urananreicherung im Iran an. „Es wird keine Urananreicherung geben“, schrieb er auf der Plattform. Die USA wollten gemeinsam mit Teheran nukleare Rückstände beseitigen; man werde „den gesamten tief vergrabenen nuklearen ‚Staub‘ ausgraben und entfernen“, so Trump. Dieser stünde unter strenger Satellitenüberwachung, seit dem Angriff sei „nichts angerührt“.
Er behauptete, dass das Land einen „sehr produktiven Regimewechsel“ durchlaufen habe. Zugleich stellte er eine Annäherung Washingtons und Teherans in Aussicht. Die USA werden „eng mit dem Iran zusammenarbeiten“ und über eine Lockerung von Zöllen und Sanktionen sprechen.
Bis auf 60 Prozent angereichert
Die USA und der Iran hatten kurz vor Ablauf des US-Ultimatums an den Iran eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg bekanntgegeben. Trump verkündete die „beidseitige Waffenruhe“ bei Truth Social. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen. Zuvor hatte Trump dem Iran mit massiven Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht, zuletzt sogar mit der Auslöschung seiner „ganzen Zivilisation“.
Trump nannte im Zusammenhang mit der Einigung einen Zehn-Punkte-Vorschlag aus Teheran, der „eine tragfähige Grundlage“ für die neuen Verhandlungen darstelle. Nach Angaben iranischer Staatsmedien sieht der Plan allerdings unter anderem vor, dass die USA dem Iran die Anreicherung von Uran erlauben.
Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend.
Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben.
Source: n-tv.de