Trump ermahnt Netanjahu: Größte Öl-Raffinerie Israels im Kontext iranischem Angriff getroffen

Trump ermahnt NetanjahuGrößte Öl-Raffinerie Israels bei iranischem Angriff getroffen

19.03.2026, 19:05 Uhr

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Rauch steigt über der Öl-Raffinerie von Haifa auf. (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Der Iran greift eine wichtige Öl-Raffinerie in Haifa an und macht damit Drohungen nach israelischen Angriffen auf Gasanlagen wahr. US-Präsident Trump will eine weitere Eskalation verhindern und spricht mit Premier Netanjahu – doch es gibt Stimmen, die schon einen Kontrollverlust der USA sehen.

Im Norden Israels ist die Öl-Raffinerie von Haifa laut israelischen Medienberichten infolge eines Angriffes mit iranischen Raketen getroffen worden. Über der Anlage in der Hafenstadt stieg dicker dunkler Rauch auf, wie Bilder zeigten, die von dem Sender Kan 11 verbreitet wurden. Im Onlinedienst X schrieb der Sender, dass es aber keinen Anlass zur Sorge wegen eines möglichen Austritts gefährlicher Stoffe gebe.

Die Raffinerie in Haifa, die in einem großen Industriegebiet liegt, ist die größte des Landes. Das Umweltministerium erklärte, dass Vertreter des Ministeriums und Notfallteams vor Ort seien, „nachdem ein Bericht über herabgestürzte Trümmer eines Abfangflugkörpers im Raum Haifa sowie über einen mutmaßlichen Vorfall mit Gefahrstoffen eingegangen war“.

Zuvor hatte die israelische Armee vor einem Angriff mit iranischen Raketen gewarnt. Israel hatte am Mittwoch ein wichtiges iranisches Gasfeld angegriffen. Der Iran drohte daraufhin mit Vergeltung. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte bei X, der Iran werde „null Zurückhaltung“ üben, sollte seine Infrastruktur noch einmal angegriffen werden.

Unterdessen forderte US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach eigenen Angaben dazu auf, keine Energiefelder mehr anzugreifen. Eine Reaktion Netanjahus lag bis zum frühen Abend nicht vor. Der omanische Außenminister warf den USA nach den wechselseitigen Angriffen auf Energienanlagen in der Region vor, „die Kontrolle über die eigene Außenpolitik verloren haben“.

In einem Meinungsbeitrag im britischen Magazin „The Economist“ schrieb Badr al-Bussaidi, für die USA wie auch für den Iran gebe es in diesem Krieg nichts zu gewinnen. Die Militäreinsätze Israels und der Vereinigten Staaten seien „rechtswidrige Angriffe auf einen Frieden, der für kurze Zeit möglich erschien“, schrieb al-Bussaidi weiter. Der Minister hatte bis Ende Februar zwischen dem Iran und den USA bei den Atomverhandlungen vermittelt.

Trotz seiner Vermittlungsbemühungen wurde der Oman seit Beginn des Iran-Kriegs mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe. Vergangene Woche waren zwei Menschen einem Bericht zufolge durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa/rts/AFP

Source: n-tv.de