Trump dringt hinauf Hilfe für Absicherung von Straße von Hormus

Donald Trump

Stand: 15.03.2026 • 08:52 Uhr

Um Handelsschiffen eine möglichst sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen, wurde bereits über eine militärische Absicherung diskutiert. Nun dringt US-Präsident Trump darauf – und droht erneut Iran.

US-Präsident Donald Trump hat andere Staaten aufgefordert, bei der militärischen Absicherung der Straße von Hormus zu helfen. „Die Länder der Welt, die Öl durch die Straße von Hormus erhalten, müssen sich um diese Passage kümmern, und wir werden helfen“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social.

„Die USA werden sich auch mit diesen Ländern abstimmen, damit alles schnell, reibungslos und gut verläuft.“

Bislang unklar, welche Länder bereit wären

In einem vorherigen Post, schrieb er bereits, dass „viele Länder“ helfen würden. Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob Länder bereits zugesagt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.

Nach einer Beratung von G7-Staaten hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe vorbereiten wolle. Die Idee wurde zuletzt vor allem von ihm verfolgt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht hingegen keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz.

Trump lehnt Abkommen ab und droht Iran

In einem Interview mit dem US-Sender NBC, sagte der US-Präsident außerdem, er sei derzeit nicht für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Iran bereit. „Iran will ein Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender.

Auf die Frage, wie die Bedingungen für ein Abkommen aussehen müssten, habe Trump erwidert: „Das möchte ich Ihnen nicht sagen.“ Er bestätigte aber, dass eine Verpflichtung Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil davon sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein.

Außerdem drohte Trump mit weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg. Das US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen. Laut der US-Armee wurden mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Die Angriffe hätten die Insel Charg „vollständig zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spaß“, sagte Trump nun.

Iran spottet über Trumps „Bitten um Verstärkung“

Der Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde, Aziz Reza Tangsiri, verspottete Trump auf der Plattform X: „Die Amerikaner haben fälschlicherweise behauptet, die iranische Marine zerstört zu haben. Dann haben sie fälschlicherweise behauptet, Öltanker zu eskortieren. Jetzt bitten sie sogar andere um Verstärkung“, schrieb er mit Blick auf Trumps Post. „Natürlich sollten wir daran erinnern, dass die Straße von Hormus noch nicht militärisch gesperrt wurde und lediglich unter Kontrolle steht.“

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: „Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus.“ Iran rufe „seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist.“

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Weitere Angriffe auf Golfstaaten

Währenddessen gingen die Angriffe im Nahen Osten weiter. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete am frühen Morgen auf X, dass die Flugabwehr erneut dabei sei, Raketenangriffe und aus Iran kommende Drohnen abzufangen. Zuvor war es bereits zu Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.

Auch Israel wurde nach eigenen Angaben in der Nacht erneut aus Iran mit Raketen angegriffen. Nach Angaben des israelischen Militärs kam es im Zentrum des Landes zu einem Einschlag. Möglicherweise handele es sich um herabgefallene Trümmerteile infolge des Abfangens eines Geschosses, berichtete die Zeitung Times of Israel. Zwei Menschen wurden laut Rettungsdienst leicht verletzt.

Kämpfe von Israel und Hisbollah

Nach Medienberichten heulten zudem Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal „ynet“, auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Auch die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz meldete zuletzt Kämpfe mit Israels Armee im Südlibanon.

Source: tagesschau.de