Trump beschimpft Nato-Partner qua „Feiglinge“ – Bundeswehr zieht Soldaten aus Irak ab

US-Präsident Trump beschimpft die Nato-Partner wegen ihrer mangelnden Unterstützung im Krieg gegen Teheran als „Feiglinge“. Der Iran droht, weltweit „Parks, Erholungsgebiete und Touristenziele“ ins Visier zu nehmen. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

19:17 Uhr – Großbritannien erlaubt USA Nutzung von Basen

Die britische Regierung erlaubt den USA die Nutzung ihrer Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen, welche die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen. Dies wird nach Beratungen des britischen Kabinetts über die Lage dort bekanntgegeben. Das Abkommen zur kollektiven Selbstverteidigung der Region umfasse US-Einsätze zur Zerstörung ​derartiger Raketenstellungen, teilt das Büro von Premierminister Keir Starmer mit.

18:14 Uhr – Bundeswehrsoldaten kehren aus dem Irak zurück

Im Zuge des Nato-Abzugs aus dem Irak sind auch Bundeswehrsoldaten des Einsatzes „Nato Mission Iraq“ (NMI) nach Hause geholt worden. Sie seien gestern wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt, erklärte das Verteidigungsministerium. Minister Boris Pistorius zeigt sich erleichtert. „Wir haben mit mehreren A400M Personal und Material unter sehr riskanten Bedingungen aus Bagdad ausgeflogen“, erklärt er. „Darunter selbstverständlich auch das anderer Partnernationen.“ Im Nordirak und in Jordanien nehmen knapp 200 deutsche Soldaten weiter an den Einsätzen „Counter Daesh“ und „Capacity Building Iraq“ teil.

18:06 Uhr – Lage am europäischen Gasmarkt beruhigt sich etwas

Der Preis für europäisches Erdgas gibt nach den Turbulenzen am Vortag etwas nach. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 3 Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh). Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen.

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16:40 Uhr – Nato zieht Mission aus dem Irak ab

Die Nato zieht eine Mission zur Ausbildung von Soldaten und Sicherheitskräften aus dem Irak ab. Die Nato Mission Irak (NMI) habe „ihr gesamtes Personal sicher aus dem Nahen Osten nach Europa verlegt“, erklärte das Nato-Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) am Freitag. Die Mission werde nun vom Einsatzhauptquartier in Neapel aus weitergeführt.

16:32 Uhr – USA schicken weitere Kriegsschiffe und 2500 Soldaten in die Region

Das US-Militär schickt drei weitere Kriegsschiffe und Tausende Marinesoldaten in die Golfregion. Ein Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, die „USS Boxer“ und zwei weitere amphibische Angriffsschiffe sowie rund 2.500 Soldaten sollten von ihrem Heimathafen San Diego aus ins Kriegsgebiet verlegt werden.

16:28 Uhr – Neuer Führer tritt weiter nicht öffentlich auf

Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten. Zum persischen Neujahrsfest wurde im Staatsfernsehen nur eine schriftliche Erklärung Chameneis verlesen. Er würdigte die Standhaftigkeit seiner Landsleute.

15:01 Uhr – Trump beschimpft Nato-Partner als „Feiglinge“

US-Präsident Trump greift die Nato-Verbündeten wegen ihrer mangelnden Unterstützung im Krieg der USA und Israels gegen den Iran scharf an. „Ohne die USA ist die Nato ein Papiertiger!“, schreibt Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Er bezeichnet die langjährigen Verbündeten als „Feiglinge“ und fügt hinzu: „Wir werden uns daran erinnern!“

14:48 Uhr – Iran droht weltweit mit Attentaten auf zivile Ziele

Der Iran droht damit, weltweit Freizeit- und Touristenziele ins Visier zu nehmen. Ein ranghoher Militärsprecher sagte, dass „Parks, Erholungsgebiete und Touristenziele“ weltweit für die Feinde Teherans nicht sicher seien.

Der neue oberste Führer des Landes, Ajatollah Modschtaba Chamenei, veröffentlichte ebenfalls eine seltene Erklärung und erklärte, den Feinden des Iran müsse ihre „Sicherheit“ genommen werden. So drohte die iranische Armee Militärangehörigen der USA und Israels ebenfalls mit Angriffen im Urlaub und bei Freizeitaktivitäten. „Wir haben ihre feigen Beamten, Kommandeure, Piloten und niederträchtigen Soldaten im Blick“, sagte der Sprecher der iranischen Armee, Abolfasl Schekartschi, dem iranischen Staatsfernsehen zufolge. „Von nun an werden für sie auch die Promenaden, die Urlaubsresorts sowie die Tourismus- und Unterhaltungszentren weltweit nicht mehr sicher sein“, fügte Schekartschi mit Blick auf die Armeeangehörigen der USA und Israels hinzu.

13:33 Uhr – Rund 100 Festnahmen in Abu Dhabi wegen Verbreitens von Falsch-Informationen

Die Polizei in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat nach eigenen Angaben mehr als hundert Menschen festgenommen, weil sie Videoaufnahmen gemacht und „irreführende Informationen“ über den Iran-Krieg in sozialen Netzwerken verbreitet haben sollen. Die 109 Festgenommenen hätten verschiedene Nationalitäten, hieß es in einer Erklärung der Polizei von Abu Dhabi auf X. Sie hätten „Orte und Vorfälle gefilmt und falsche Informationen über Social-Media-Plattformen verbreitet“.

„Solche Aktionen können die öffentliche Meinung aufstacheln und zur Verbreitung von Gerüchten beitragen“, hieß es in der Erklärung der Polizei. Ähnliche Maßnahmen gab es auch in anderen Golfstaaten.

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12:52 Uhr – USA und Israel attackieren 16 Frachtschiffe in iranischen Häfen

Laut iranischen Angaben haben die USA und Israel mindestens 16 iranische Frachtschiffe in iranischen Häfen am Persischen Golf attackiert. Die Schiffe seien dabei „völlig ausgebrannt“, hieß es unter Berufung auf Behörden in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Angriffe gab es laut einem Vertreter der Behörden der Provinz Hormusgan in den Städten Bandar Lengeh und Bandar Kong, die beide an der strategisch wichtigen Straße von Hormus liegen.

11:15 Uhr – „Axios“: USA erwägen Blockade oder Besetzung der Insel Charg

Die US-Regierung erwägt einem Bericht des US-Onlineportals „Axios „zufolge, die für den Ölexport wichtige iranische Insel Charg zu blockieren oder zu besetzen. So ​solle Druck auf die Führung in Teheran ausgeübt werden, damit sie die für die Schifffahrt und vor allem Ölexporte der Golf-Staaten wichtige Straße von Hormus wieder öffnet.

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10:10 Uhr – „WSJ“: USA eröffnen Schlacht um Straße von Hormus

Die USA und ihre Verbündeten intensivieren laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ den Kampf zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Dabei setzen sie tief fliegende Kampfflugzeuge ein, die iranische Marineschiffe angreifen, sowie Apache-Kampfhubschrauber, um iranische Drohnen abzuschießen, wie US-Militärvertreter der US-Zeitung mitteilten.

Generalstabschef Dan Caine machte die Operation auf einer Pressekonferenz im Pentagon öffentlich. Er erklärte, dass schwer bewaffnete A-10-Kampfflugzeuge – auch „Warthog“ genannt – sowie Apache-Kampfhubschrauber Einsätze über der Meerenge oder vor der Südküste Irans fliegen. „Die A-10 Warthog ist jetzt an der Südflanke im Einsatz und greift schnelle Angriffsboote in der Straße von Hormus an“, sagte er vor Reportern im Pentagon. Er fügte hinzu, dass die Apaches „sich dem Kampf an der Südflanke angeschlossen haben“.

Zudem erklärte er, einige Verbündete – ohne sie namentlich zu nennen – setzten Apaches ein, um sogenannte Einweg-Angriffsdrohnen zu bekämpfen. Diese zählen zu den effektivsten Waffen, die Iran eingesetzt hat, um benachbarte arabische Staaten und deren Energieinfrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. Das Nahost-Kommando Centcom veröffentlichte auf X ein Video eines Angriffs auf ein iranisches Ziel:

09:23 Uhr – TV: Sprecher der Revolutionsgarden bei Angriff getötet

Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden soll bei einem Luftangriff am Freitagmorgen getötet worden sein. Das berichtete das Staatsfernsehen der Islamischen Republik.

Kurz vor seinem Tod hatte General Ali Mohammed Naeini in der staatlichen Zeitung „Iran“ Behauptungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurückgewiesen, dass Teheran nach knapp drei Wochen US-israelischer Angriffe auf das Land nicht mehr in der Lage sei, ballistische Raketen zu bauen.

08:23 Uhr – Revolutionsgarde widerspricht Netanjahu: Teheran baut weiter Raketen

Die iranischen Revolutionsgarden bestreiten den Verlust der iranischen Fähigkeit zum Bau von Raketen. General Ali Mohammed Naeini, der Sprecher der Revolutionsgarden, wies am Freitag in der staatlichen Zeitung „Iran“ Behauptungen des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zurück, dass Teheran nach knapp drei Wochen Krieg nicht mehr in der Lage sei, ballistische Raketen zu bauen.

Mit Bezug auf das iranische Schulsystem, in dem 20 Punkte als Bestnote betrachtet werden, erklärte der General: „Unsere Raketenindustrie erreicht eine Punktzahl von 20. Und in dieser Hinsicht gibt es keine Bedenken, weil wir selbst unter Kriegsbedingungen Raketen produzieren, was unglaublich ist, und es gibt kein besonderes Problem bei der Bevorratung.“ Der Krieg könne weitergehen, erklärte Naeini. „Diese Leute erwarten, dass der Krieg weitergeht, bis der Feind vollständig erschöpft ist“, sagte er über die iranische Öffentlichkeit.

07:44 Uhr – Israel meldet Angriffe auf syrische Militärinfrastruktur

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben wegen Angriffen auf Drusen in der syrischen Provinz Suweida militärische Infrastruktur im Süden des Nachbarlandes bombardiert. Getroffen worden seien ein syrisches Kommandozentrum sowie Waffenlager, teilte das Militär am Freitag mit. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete zunächst nicht über einen israelischen Angriff. Es wäre der erste seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar.

06:56 Uhr – Explosionen und Brände bei Angriffen in den Golfstaaten

In mehreren Golfstaaten haben Angriffe Explosionen und Brände ausgelöst. Das Innenministerium von Bahrain berichtete, am Freitagmorgen sei nach einer iranischen Angriffswelle ein Feuer ausgebrochen, nachdem Splitter auf ein Lagergebäude im Inselstaat gefallen seien. Feuerwehrkräfte arbeiteten daran, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Saudi-Arabien meldete, mehrere iranische Drohnen abgeschossen zu haben, die auf die ölreiche Ostprovinz zielten. Heftige Explosionen erschütterten am frühen Freitagmorgen die Stadt Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, als die Luftabwehr Angriffe über der Stadt abfing.

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05:30 Uhr – Tarnkappen-Kampfflugzeug der US-Luftwaffe getroffen

Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten die Sender ABC und CNN. Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. Hawkins bestätigte die Medienberichte nicht. „Dieser Vorfall wird untersucht“, erklärte er.

04:10 Uhr – Neue Angriffswelle auf den Iran gestartet

Israel startet eine neue Angriffswelle auf den Iran. „Die ⁠IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen“, teilt ein Militärsprecher mit.

dpa/AFP/AP/Reuters/ll/saha/sebe

Source: welt.de