Trotz Missbrauchsvorwürfen – Gericht in Rumänien hebt Auflagen gegen Andrew Tate uff

Kinderhandel, sexueller Missbrauch, Geldwäsche – die Vorwürfe gegen Andrew Tate und seinen Bruder wiegen schwer. Ein Gericht in Rumänien hat dennoch sämtliche Auflagen gegen die beiden Brüder aufgehoben.

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Ein Gericht in Rumänien hat alle rechtlichen Auflagen gegen den US-britischen Influencer und bekennenden Frauenfeind Andrew Tate aufgehoben. Tates Anwälte stellten der Nachrichtenagentur AFP am Montag eine Kopie des Urteils des Bukarester Gerichts zur Verfügung, das „die vorbeugende Maßnahme der richterlichen Kontrolle aufhebt“ und auch für Tates Bruder Tristan Tate gilt.

Weder das Gericht noch die Staatsanwaltschaft äußerten sich zunächst zu dem Urteil, das den Staat außerdem verpflichtet, sämtliche Verfahrenskosten zu tragen.

Andrew Tate war Ende August 2024 unter Hausarrest gestellt worden, nachdem die Behörden eine Durchsuchung in seinem Haus vorgenommen hatten. Ihm und seinem Bruder werden unter anderem die Bildung einer organisierten kriminellen Vereinigung, Kinderhandels, sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und Geldwäsche vorgeworfen. Tristan Tate wurde damals unter richterliche Aufsicht gestellt, die ihn verpflichtet, regelmäßig vor den Behörden zu erscheinen. Im Januar 2025 wurde der Hausarrest gegen Andrew Tate aufgehoben.

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Gegen die Brüder laufen auch in Großbritannien Ermittlungen. Im März hatte die britische Polizei Ermittlungen wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen gegen Andrew Tate aus den Jahren 2014 und 2015 wieder aufgenommen. Es geht demnach um „die Straftatbestände der Vergewaltigung und der sexualisierten Gewalt“.

Die Ermittlungen waren zuvor über mehrere Jahre geführt und 2019 eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals wegen mangelnder Aussicht auf Verurteilung keine Anklage erhoben. Die Tate-Brüder sind in Großbritannien zudem wegen Steuerdelikten und Geldwäschevorwürfen im Visier der Behörden.

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Der frühere Kickboxer Andrew Tate wurde unter anderem mit frauenfeindlichen Sprüchen und Ansichten in Onlinenetzwerken bekannt. Zwar wurde er aus mehreren Netzwerken wie Instagram und Tiktok verbannt, im Onlinedienst X hat er jedoch fast elf Millionen Follower.

AFP/jmr

Source: welt.de