Trendwende zum Besten von den Wohnungsbau: Das dauert noch

Es gibt doch noch halbwegs gute Nachrichten für die gebeutelte Immobilienwirtschaft. Die Zahl der Baugenehmigungen hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt und ist um mehr als zehn Prozent auf 238.500 Wohnungen gestiegen. Besser als ein Rückgang wie in den Vorjahren ist das allemal. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) spricht schon von einer „Trendwende im Wohnungsbau“.
Sicher ist das bisher allerdings noch nicht. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Baugenehmigungen in den Jahren von 2016 bis 2021 noch deutlich höher lagen. Zudem wird aus einer genehmigten Wohnung noch nicht automatisch und rasch auch eine fertige Wohnung.
Positiv lässt sich absehen, dass die Politik an vielen Stellen bemüht ist, den Bauherren mehr Freiheiten zu geben. Die Bundesregierung setzt auf Erleichterungen durch den Wohnungsbauturbo. Verschiedene Bundesländer sind dabei, die Landesbauordnungen zu vereinfachen. Das muss dann nur noch in den Städten und Gemeinden ankommen, die ohnehin den Wohnungsbau in ihrer Region anstoßen können, wenn sie das wollen.
Zum beabsichtigten Abbau von Bürokratie passen allerdings kaum die unterschiedlichen Pläne, Vermietern noch mehr vorzuschreiben. So verbessern sich kaum die Erfolgsaussichten für die Wohnungssuche in den beliebten Regionen Deutschlands. Bis aus der Zunahme der Baugenehmigungen gute Nachrichten auch für Wohnungssuchende werden, muss noch mehr passieren.