Textilgesetz: Hersteller von Billigmode sollen Entsorgung mitbezahlen
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) will Textilhersteller finanziell an der Entsorgung von Altkleidern beteiligen. Hintergrund ist die zunehmende Belastung durch Billigkleidung von Plattformen wie Temu oder Shein. „Auch bei uns in Deutschland führt Fast Fashion zu einem extremen Müllproblem“, sagte Schneider der Rheinischen Post. Das System der Altkleidersammlung sei überfordert – viele Container seien überfüllt, die Betreiber wüssten nicht mehr, wohin mit der Ware.
Künftig sollen Anbieter verpflichtet werden, sich zu registrieren und anteilig für die Entsorgung zu zahlen. Dadurch könnten die Preise für extrem günstige Mode leicht steigen, sagt der Minister. „Vor allem gibt es dann aber neue Finanzquellen für Recycling und Entsorgung von Altkleidern.“ Einen entsprechenden Gesetzentwurf kündigte er für den Sommer an. Ergänzend soll ein auf EU-Ebene beschlossener Zollaufschlag von drei Euro pro Paket helfen, den Import von Billigware aus China einzudämmen.
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