Syrien: Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Kurden in Syrien möglich sein weiter

Trotz eines angekündigten Waffenstillstands hat es in Syrien erneut Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen
Kräften (SDF) gegeben. Die SDF warf den mit der Regierung in Damaskus verbündeten
Fraktionen vor, ihre Stellungen in Ain Issa, Al-Schaddadi und in
al-Rakka angegriffen zu haben. Demnach kam es unter anderem
in der Nähe eines Gefängnisses zu Kämpfen, in denen sich Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) befinden. Aus Kreisen der syrischen Armee hieß es
dagegen, die SDF habe Streitkräfte der Armee angegriffen. Bei einem Angriff im Bereich des
Tischrin-Staudamms seien drei Soldaten getötet und weitere verletzt worden.

Auch Berichten der Nachrichtenagentur AFP zufolge ist die syrische Armee nach dem Rückzug der kurdisch dominierten SDF-Miliz in Teile der Provinz Deir Essor im Osten
des Landes vorgerückt. Wie ein Korrespondent berichtete, überquerten Dutzende Militärfahrzeuge den Euphrat
in Richtung Osten. Der Fluss markierte bislang die Grenze zu den
kurdisch kontrollierten Gebieten. Vor einer Brücke über den Euphrat stauten sich Autos, Lastwagen und Motorräder. Mehrere Menschen überquerten ihn zu Fuß.

Die syrische Armee bestätigte die Entsendung
der Truppen. Einer Erklärung zufolge rückten die Streitkräfte in das Gebiet
Dschasira vor, um das am Sonntag vom syrischen Übergangspräsidenten
Ahmed al-Scharaa vorgestellte Abkommen zwischen dem Zentralstaat und der
SDF „abzusichern“.

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