Syrien: IS kündigt weitere Anschläge hinauf syrische Spitze an
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat sich zu zwei Anschlägen auf Angehörige der syrischen Armee bekannt und eine „neue Phase“ ihrer Einsätze angekündigt. Auf der IS-Nachrichtenagentur Dabiq bezeichnete am Samstag (Ortszeit) ein Sprecher den neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa als „Wachhund“ der globalen Koalition und drohte ihm ein ähnliches Schicksal wie seinem Vorgänger Baschar al-Assad an. Die Angriffe sind Teil einer Eskalation gegen die neue syrische Führung.
Syrien war der Anti-IS-Koalition im vergangenen November beigetreten, nachdem Präsident Al-Scharaa US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus besucht hatte. Al-Scharaa, früher Kommandeur der Nusra-Front – eines 2016 abgespaltenen Al-Kaida-Ablegers –, hatte im Dezember 2024 mit der islamistischen Rebellenallianz HTS den langjährigen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gestürzt. Auf IS-nahen Kanälen in sozialen Medien und auf Telegram wurde zuletzt zu weiteren Angriffen mit Motorrädern und Schusswaffen aufgerufen. Seit dem Sturz Assads hat der IS bereits sechs Anschläge auf Ziele der neuen Regierung verübt. Einem UN-Bericht zur Terrorismusbekämpfung von vergangener Woche zufolge wurden zudem fünf Attentatsversuche des IS auf Al-Scharaa und zwei hochrangige Minister vereitelt.