Sturz-Chaos zusammen mit welcher WM – US-Staffel mit nur einem Schuh chancenlos

Die Mixed-Staffel bei der Hallen-WM endet im Chaos. Eine US-Läuferin rennt auf Socken weiter, Jamaika wird sogar disqualifiziert – und plötzlich jubeln ganz andere Teams.

Ein Schubser, ein Sturz und ein verlorener Schuh haben bei den Hallen-Weltmeisterschaften in der Leichtathletik für einen kuriosen Ausgang der ersten Staffel-Entscheidung gesorgt. Nach dem Stoß der Jamaikanerin Shana Kaye Anderson ging die amerikanische Läuferin Sara Reifenrath zu Boden und verlor ihren linken Schuh. Mit nur einem Schuh und auf Sportsocken musste sie ihren Part der Mixed-Staffel über 4×400 Meter absolvieren.

Chancenlos reihte sich das US-Quartett – wie die ebenfalls bei dem Gerangel gestürzten Niederlande – bei den Titelkämpfen im polnischen Torun hinter den Medaillenrängen ein. Die Staffel Jamaikas, die bei dem Durcheinander des Wechsels auch viel Zeit verlor, kam zunächst auf Rang drei ins Ziel. Sie wurde aber später disqualifiziert. Nutznießer waren Belgien als Weltmeister und Spanien sowie die nach der Disqualifikation von Jamaika zur Freude der Gastgeber auf Rang drei beförderten Polen.

Am Tag nach Platz fünf der deutschen Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye beim Sieg der amerikanischen Freiluft-Weltmeisterin von 2022 und 2023, Chase Jackson, war bei den nächsten Entscheidungen zunächst kein Deutscher am Start. Als jüngste Starterin im Team des Deutschen Leichtathleten-Verbandes sprintete die 19-jährige Berlinerin Philina Schwartz über 60 Meter in 7,18 Sekunden und nur zwei Hundertstelsekunden über ihrer Bestzeit ins Halbfinale.

Auch die frühere deutsche Staffel-Europameisterin und mehrmalige deutsche Sprintmeisterin Tatjana Pinto erreichte bei ihrem Titelkampf-Debüt für Portugal die nächste Runde. Seit dem Sommer startet die 33-Jährige für das südeuropäische Land, in dem sie auch Wurzeln hat. Sie stellte mit 7,17 Sekunden den Landesrekord ein.

Im Dreisprung der Männer siegte der Italiener Andy Diaz Hernandez mit 17,47 Metern, Gold im Hochsprung der Frauen ging mit 2,01 Metern an die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich.

SUF mit dpa

Source: welt.de