Stromausfall in Berlin – Seniorin tot in Wohnung aufgefunden

Während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten Berlin stirbt eine Seniorin. Rettungskräfte konnten ihr nicht mehr helfen. Die Hintergründe sind noch unklar, eine Obduktion wurde angeordnet.

Eine 83-jährige Frau ist während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten gestorben. Ein Angehöriger habe die Frau am Dienstagabend leblos in ihrer Wohnung gefunden, wie Polizei-Vizepräsident Marco Langner bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus mitteilte. Im Rettungswagen sei vergeblich versucht worden, sie wiederzubeleben.

Langner sprach von einem sehr bedauerlichen Vorfall, vor allem für die Angehörigen. Die Kriminalpolizei sei vor Ort gewesen, habe aber nicht feststellen können, ob der Tod durch einen Sturz oder durch den allgemeinen Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Frau verursacht worden sei. Daher sei eine Obduktion angeordnet worden.

Berlins Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte in der WELT-TV-Sendung „BURGARD.“: „Ob es eine direkte Kausalität zum Stromausfall gibt, zum Anschlag, kann ich noch nicht sagen.“

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Nach einem mutmaßlich von Linksextremen verübten Anschlag auf das Berliner Energienetz waren im Südwesten der Hauptstadt seit Samstagmorgen zwischenzeitlich mehr als 45.000 Haushalte ohne Strom. Die Einschränkungen für die Betroffenen waren enorm, viele verließen die stromlosen Viertel und kamen bei Verwandten, Freunden oder in Notunterkünften unter.

Seit heute um 14.10 Uhr besteht wieder eine Vollversorgung, wie Franziska Giffey (SPD) mitteilte. Schulen bleiben jedoch bis Ende der Woche geschlossen, unter anderem, da geprüft werden muss, ob Brandschutzvorrichtungen wieder voll funktionstüchtig sind.

dpa/jf

Source: welt.de