Streikwelle wohnhaft bei welcher Lufthansa vorerst beendet

Flieger der Lufthansa parken am Frankfurter Flughafen.

Stand: 17.04.2026 • 20:23 Uhr

Passagiere der Lufthansa können aufatmen: Die Streikwelle bei der größten deutschen Airline ist vorerst zu Ende. Ab Samstag soll sich der Flugverkehr normalisieren, am Montag sind Gespräche der Tarifparteien geplant.

Nach einer Woche voller Streiks gibt es bei der größten deutschen Airline wieder Hoffnung auf eine Normalisierung: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) plant kurzfristig keine weiteren Arbeitskampfmaßnahmen. Das teilte sie in einem internen Rundschreiben mit, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert.

„Der Fokus liegt zunächst auf den Gesprächen sowie auf der Klärung, ob und wie eine mögliche Schlichtung ausgestaltet werden kann“, hieß es. Für Montag seien zudem Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen zu einer möglichen Schlichtung geplant.

Auch die Flugbegleitergewerkschaft UFO stellte eine Streikpause in Aussicht. Es gebe „keine weiteren Streikbeschlüsse aktuell“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), Joachim Vázquez Bürger, der Nachrichtenagentur AFP. „Wir warten jetzt ab, wie die Lufthansa reagiert.“ Wenn keine angemessene Reaktion komme, bleibe der Gewerkschaft allerdings nur übrig, wieder die Arbeit niederzulegen.

Zahlreiche Flüge annulliert

Am Freitag fielen aber noch einmal Hunderte Flüge aus. Gemeinsam mit dem Kabinenpersonal hatten die Piloten den Betrieb der Airlines Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline in dieser Woche für fünf Tage lahmgelegt. Auch der Ferienflieger Eurowings wurde an zwei Tagen bestreikt. Insgesamt dürften so über die Woche allein in Frankfurt mehr als 3.000 Flüge annulliert worden sein, betroffen waren Hunderttausende Passagiere.

Am Samstag will die Lufthansa nach den Worten einer Sprecherin dann wieder ein weitgehend normales Flugprogramm anbieten. „Dennoch kann es noch zu vereinzelten Flugstreichungen und -verspätungen kommen.“ Die 24 Passagier- und drei Fracht-Maschinen der Cityline werden außer Betrieb gestellt. Die Lufthansa hatte am Donnerstag unter Hinweis auf die derzeitigen Arbeitskämpfe und hohe Kerosinkosten das sofortige Aus für Cityline bekanntgegeben.

Kritik an Aus für Cityline

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit unter Lufthansa-Flugnummern Zubringerflüge an die Drehkreuze nach Frankfurt und München erledigt. Diese Flüge seien ab Samstag annulliert, erklärte die Sprecherin. Die Passagiere würden umgebucht oder bekämen den Flugpreis erstattet. Bei den Gewerkschaften hatte die Entscheidung großes Unverständnis hervorgerufen.

In den Tarifverhandlungen geht es bei den Lufthansa- und Cargo-Piloten um höhere Beiträge des Arbeitgebers zu den Betriebsrenten. Der Gewerkschaft UFO geht es vornehmlich um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Source: tagesschau.de