Store des Tages Herbst 2025 : Startschuss in Osterhofen

Nach einer kurzen Schließungszeit wurde der Store in Osterhofen im neuen Look wieder eröffnet.

Vor drei Jahren haben Theresa Eberhard und ihre Mutter Margit Fuchs Mode Simader mit drei Filialen in Niederbayern und Österreich übernommen. Mit dem Umbau des Ladens in Osterhofen folgte nun der Auftakt für weitere Veränderungen.

Auf ihre to do-Liste für die kommenden Wochen und Monate angesprochen, lacht Theresa Eberhard. Fürs erste Quartal sei sie gut ausgebucht. Verständlicherweise, denn für das Modeunternehmen, das sie gemeinsam mit ihrer Mutter Margit Fuchs führt, gilt aktuell: Nach dem Umbau ist vor dem Umbau. Drei Filialen in Niederbayern und im österreichischen Grenzgebiet gehören zu Mode Simader.

Vor drei Jahren hat das Mutter-Tochter-Gespann das Unternehmen vom Gründer Willy Simader übernommen. Fuchs hatte mit 16 Jahren ihre Ausbildung im Stammhaus in Passau begonnen und das Unternehmen seitdem begleitet. Nach dem Ende ihres dualen Studiums Fashionmanagement in Ravensburg und bei Garhammer und neun Jahren Vollzeit im Marketing bei Eterna stieg Theresa Eberhard ebenfalls ins Unternehmen ein.
Auch wenn die 30-Jährige weiter zwölf Stunden in der Woche bei Eterna arbeitet, liegt der Fokus auf dem eigenen Unternehmen. Mit ein Grund für den Umbau des 200m² großen Stores in Osterhofen in diesem Herbst. In der Kleinstadt, mit rund 13.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, belegt Mode Simader eine Fläche direkt am Stadtplatz. „Der Ladenbau dort war schon 18 Jahre alt und so haben wir alles neugestaltet“, sagt Eberhard. Dabei wurden die Unternehmerinnen von den Lieferanten wie Cecil und Street One mit dem eigenen, neuen Ladenbau unterstützt. Im Zuge des Umbaus wurde Street One Studio aufgenommen. Zudem gehören Kleidung und Accessoires von Fransa, Soya Concept und Zabaione zum Sortiment.

Investition lohnt sich

Die Investition im fünfstelligen Euro-Bereich und die Schließung an drei Tagen für den Umbau haben sich gelohnt, sagt Eberhard. „Gerade in diesen oft harten Zeiten, die die Modebranche durchlebt, war es für uns ein großer und doch auch riskanter Schritt, einen neuen Ladenbau zu machen. Der Frequenz hat das aber richtig gutgetan.“ Insgesamt erhole sich das Kaufverhalten wieder.

Die positiven Erfahrungen in Osterhofen haben Eberhard und Fuchs bestärkt, den nächsten Store anzugehen. Rund 200m² groß ist der Laden in Schärding. Das Markenportfolio deckt sich mit dem in Osterhofen, wird aber noch mit Angels ergänzt. Anders als in Osterhofen, wo vor allem Stammkundinnen das Geschäft prägen, liegt Schärding in einer ausgewiesenen Urlaubsregion. „In Schärding kaufen viele Touristinnen bei uns ein“, so Eberhard.

Die Planungen für den Umbau laufen. Im Dezember bzw. Anfang Januar soll der Räumungsverkauf starten. Mitte Februar muss der Laden dann einige Tage geschlossen werden. „Der Vermieter wird noch einen neuen Boden verlegen, von daher wird die Schließungsphase länger als in Osterhofen sein.“

Begeisterung für den stationären Handel

Mit den zwei Umbauten fühlen sich die Unternehmerinnen gut aufgestellt und gewappnet für die Zukunft. Die sehen beide ganz klar im stationären Handel. „Gerade in kleineren Städten sehe ich einen enormen Bedarf. Das Innenstadtsterben soll aufgehalten werden und ich muss ehrlich sagen, unsere Kunden sind sehr treu. Sie schätzen die gute Beratung und den familiären Umgang. Das macht uns aus“, sagt Eberhard. Während sie einen Online-Shop für ihr Unternehmen ausschließt – „es fehlen uns personelle und Lager-Kapazitäten“ – kann sich Eberhard etwa das Verkaufen über Instagram oder Ähnliches vorstellen.

Und auch die Eröffnung weiterer Simader-Filialen schließt Eberhard nicht aus. „Ich würde schon gerne expandieren und bin auf der Suche nach neuen Standorten.“ Dabei könnte sie sich durchaus auch einen HAKA-Store vorstellen. „Die Nachfrage ist vor allem in Osterhofen da. Männer, die unsere Kundinnen begleiten, fragen schon immer: Habt ihr auch etwas für mich?“