Store des Tages Frühjahr 2026: Schneider erfindet sich in Fulda neu

Zarte Pastellfarben, Beton- und Marmor-Elemente, Spiegelflächen und Fischgrätparkett prägen die neu gestalteten Flächen des 2700m² großen Modehauses.

Alles neu bei Schneider in Fulda. Nach umfangreicher Neugestaltung wurde das Modehaus Ende März wiedereröffnet. Viel Farbe und eine Prise Geschichte prägen den neuen Look.

Schon vor der Tür wird klar: Hier ist etwas Besonderes passiert. Am Abend des 25. März drängen sich die Menschen dicht an dicht über den Universitätsplatz, eine lange Schlange zieht sich bis weit in die Fußgängerzone hinein. Rund 1.000 geladene Stammkundinnen wollen dabei sein, als das Modehaus Schneider seine Wiedereröffnung feiert.

Nach längerer Umbauphase und 6-wöchiger Schließung zeigt sich das 2700m² große Traditionshaus am Universitätsplatz komplett in neuem Gewand. Lichtdurchflutete Räume, die Fassade öffnet sich großzügig zur Stadt, innen entsteht eine Atmosphäre, die Architektur und Mode eng miteinander verzahnt.

Store des Tages Frühjahr 2026: Schneider in Fulda

Investition in den Standort

Hinter dem groß angelegten Umbau steht der österreichische Modehändler und Inhaber Peter Graf, der dafür eine deutlich siebenstellige Summe investiert hat. Graf hatte das Modehaus Schneider im Rahmen seines Kaufs des Kölner DOB-Filialisten AppelrathCüpper im Jahr 2020 erworben. Bereits 2017 hatte AppelrathCüpper das Modehaus Schneider unter Beibehaltung des Namens ins Portfolio übernommen.

Peter Graf, dem u.a. auch das Mäntelhaus Kaiser (Hannover) sowie die österreichischen Filialisten Kleider Bauer und Hämmerle gehören, bekennt sich mit dieser Investition deutlich zum Standort Fulda. Umgebaut wurde alles von Peter Grafs hauseigenem Store Team, unter der Projektleitung von Stefan Schlicher.

Markenwelten auf fünf Ebenen

Beim Betreten des 5-stöckigen Hauses wird der Blick unweigerlich nach oben gezogen: In der Mitte des Hauses wurde die Decke großzügig geöffnet, eine Art Atrium verbindet jetzt vier Ebenen visuell miteinander, vom Erdgeschoss bis ins dritte Obergeschoss.

Das Herzstück des Hauses ist das auch flächenmäßig größte Erdgeschoss, in dem jetzt Contemporary- und Premiummarken präsentiert werden. Darunter u.a. Closed, Drykorn, Luisa Cerano, Marc Cain, Riani, Peserico und Liviana Conti. Im Untergeschoss ist der Bereich Young Fashion angesiedelt, mit Labels rund um Opus, Only, Vero Moda, Tom Tailor, Guess und Cartoon. Im 1. OG geht es weiter mit „Modern Women“, also u.a. Joop!, Rich & Royal, Comma, Cinque und Monari. Und während im 2. OG in der Hosen-Stammabteilung alle auf der Suche nach einer Hose fündig werden sollen (u.a. Mac, Angels, Toni), ist das 3. OG dem Thema Anlassmode gewidmet (u.a. Vera Mont, Swing).

Farbe als wichtiges Gestaltungsmittel

Durch alle Stockwerke windet sich die in Butter Yellow gestrichene, skulpturale Wendeltreppe, die fast wie ein Kunstobjekt im Raum steht. Farbe ist generell ein großes Thema bei der Neugestaltung des Traditionshauses. Jeder Bereich ist in eine eigene Farbwelt getaucht, von Kiwi über ein zartes Türkis bis hin zu einem Altrosa reicht die Bandbreite. Auch die geräumigen und in großer Zahl zur Verfügung stehenden Umkleiden sind dementsprechend gestaltet.

Die Kundinnen und deren Begleiter sollen sich wohlfühlen, das spürt man deutlich. Und das ist auch das, was von verschiedenen Verantwortlichen an diesem Abend zu hören sein wird. Sei es von Peter Graf selbst, von Peter Schlicher, Projektleiter des Umbaus, oder auch von Carmen Kramm, Geschäftsleiterin des Hauses. Große Lounge-Bereiche mit vielen gemütlichen Sitzmöbeln sollen allen Besuchern den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen. Dafür sorgt auch eine große Bar, das „Café Crastan“, bei dem verschiedene Getränke im Angebot sind, bei Events auch Speisen.

Bei allem modernen Design bleibt aber auch die Geschichte sichtbar. Die historische Stadtmauer wurde freigelegt und bewusst in Szene gesetzt. Sogar ein kleiner Turm ist begehbar und sorgt für Mittelalter-Feeling inmitten des modernen Designs.