Starker Schneefall in Ostmark: Tote nachher Lawinenabgängen in Tirol
In Österreich schneit es seit Tagen, zahlreiche Lawinen gehen in den Bergen ab. Mindestens vier Menschen kamen am Freitag in Tirol ums Leben. Die Schneefälle führten auch zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen.
In Österreich sind nach Lawinen am Freitag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. In St. Anton am Arlberg konnten zwei Menschen nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden, teilte ein Polizeisprecher mit. Von den drei zunächst verletzt geborgenen Personen starb am Abend eine im Krankenhaus, wie der Polizeisprecher sagte.
Zuvor war im Tiroler Skigebiet Nauders ein 42-jähriger deutscher Skifahrer abseits der Piste von einer Lawine erfasst und getötet worden. Sein 16-jähriger Sohn habe schwer verletzt überlebt, teilte die Polizei mit. Das Duo wollte einen Nordhang queren, als sich ein rund 400 Meter breites Schneebrett löste und beide Wintersportler etwa 200 bis 300 Meter mitriss. Im oberösterreichischen Linz starb außerdem ein Mann bei einem Räumungseinsatz.
Viele Lawinen-Einsätze im beliebten Wintersportgebiet
In Tirol waren zuletzt bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Allein am Freitag zählten die Behörden mehr als 30 Lawinen-Einsätze in dem auch bei deutschen Wintersportlern beliebten Bundesland.
Im Süden und Osten Österreichs sorgte ein Schneesturm für Stromausfälle; in der Steiermark waren 30.000 Haushalte betroffen. Am Flughafen Wien wurde der Flugbetrieb am Vormittag vorübergehend eingestellt, auch am Münchener Flughafen gab es Probleme.
Eine der wichtigsten Autobahnen bei Wien, die A21, war mehrere Stunden lang gesperrt. Andere Autobahnabschnitte waren aufgrund von Schneeverwehungen, liegen gebliebenen Lastwagen oder schlechter Sicht blockiert, wie der nationale Automobilclub ÖAMTC mitteilte.
Source: tagesschau.de