Staatsbesuch in Berlin: Das Richtige tun aus den falschen Gründen

Die Aufregung war groß, schon bevor Ahmed al-Scharaa überhaupt deutschen Boden betreten hatte: Ein Islamist sei das, den man nicht empfangen dürfe. Einer, der Minderheiten im eigenen Land nicht nur nicht schützt, sondern sie angreifen lässt. Proteste gegen den Besuch wurden angekündigt. So jemandem dürfe man nicht den roten Teppich ausrollen. Die Bundesregierung sieht das anders: Sie rollte ihm am Flughafen in Berlin buchstäblich den Teppich aus, Al-Scharaa wird von Bundespräsident Steinmeier empfangen, und er spricht mit Bundeskanzler Merz. Ist das eine gute Idee?