Spritpreise und iranKrieg: „Auch 2,50 Euro und sogar mehr pro Liter sind möglich“

Der Tankstellen-Interessenverband (TIV) erwartet, dass die Mineralölkonzerne den nun über 100 Dollar gestiegenen Ölpreis umgehend an die Autofahrer weiterreichen. „Ich fürchte, die Ölkonzerne reichen die hohen Ölpreise sofort weiter und erhöhen die Spritpreise noch stärker.  Die Vermutung drängt sich auf, dass die Mineralölkonzerne den deutschen Markt nutzen, um zu sehen, was geht: Auch 2,50 Euro und sogar mehr pro Liter sind am Ende denkbar“, sagte TIV-Sprecher Herbert Rabl der „Rheinischen Post“.

„Die Tankstellenpächter werden an den sprudelnden Gewinnen nicht beteiligt, sie bekommen den Ärger der Verbraucher ab – und ein oder zwei Cent Provision je verkauftem Liter Sprit. Zugleich verderben die hohen Preise die Stimmung und damit das Shop-Geschäft, das zirka 60 Prozent der Einnahmen ausmacht.“

Weiter betonte Rabl: „Nirgendwo in Europa sind die Spritpreise in der vergangenen Woche so stark gestiegen wie in Deutschland. Meine Vermutung: Die Konzerne wissen, dass sie von Bundesministerin Reiche nichts zu befürchten haben.“

Die Tankstellen regen eine Regulierung wie in Österreich an: „Die Regierung kann wie in Österreich eine Regel erlassen, dass die Konzerne nur noch einmal am Tag den Preis erhöhen dürfen und danach nur noch absenken dürfen“, sagt der TIV-Sprecher. „In Österreich liegt der Spritpreis aktuell nur bei 1,70 Euro.“