Spiritualität in jener Kunst: Der Spuk im Museum

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt! Davon kann schließlich auch Thomas Mann überzeugt werden. Anfang der 1920er-Jahre beginnt er sich für das Reich der Gespenster und Geister zu interessieren, für okkultes Wissen und den Kontakt ins Jenseits. Kurz vor Weihnachten 1922 besucht er erstmals eine jener Séancen, die der Psychotherapeut und Sexualmediziner Albert von Schrenck-Notzing in seiner Münchner Villa abhält. Die Besucher fassen sich bei schummrigem Licht an den Händen, ein Medium namens Willi S. wird in Trance versetzt und beginnt zu keuchen und zu stöhnen, als ob er sich „im Gebärakt“ befindet, so Mann, der das Ganze zunächst für Schabernack hält. Aber dann.