Sorge um Hormus-Schiffe: Italien dementiert: Doch keine heimlichen Iran-Verhandlungen

Sorge um Hormus-SchiffeItalien dementiert: Doch keine heimlichen Iran-Verhandlungen

13.03.2026, 21:34 Uhr

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Auch italienische Schiffe warten auf die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Ein Medienbericht sorgt für Aufsehen: Angeblich verhandeln Frankreich und Italien mit dem Iran, um freies Geleit für ihre Schiffe durch die wichtige Straße von Hormus zu bekommen. Aus Rom kommt Stunden später aber das Dementi.

Die italienische Regierung hat einen Medienbericht dementiert, wonach Italien und Frankreich mit dem Iran über freies Geleit ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus verhandeln. Aus Rom hieß es, es habe keine „bilateralen Verhandlungen oder direkte Gespräche mit dem Iran gegeben, um die Durchfahrt italienischer Schiffe durch die Straße von Hormus zu gewährleisten“. Der Élysée-Palast reagierte auf Anfrage zu dem Bericht nicht.

Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen dem Iran und dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Kaum ein Schiff kann derzeit wegen der Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen die Straße von Hormus passieren. Die Handelsschifffahrt dort ist seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gekommen.

Die „Financial Times“ hatte berichtet, Italien und Frankreich hätten Gespräche mit Teheran aufgenommen, um eine Vereinbarung auszuhandeln, die die sichere Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Meerenge gewährleisten soll. Die Zeitung berief sich dabei auf „mit den Bemühungen vertraute Personen“. Die beiden Länder hätten die Verhandlungen aufgenommen, um die Öl- und Gasexporte wieder anzukurbeln, ohne den Konflikt zu verschärfen, hieß es in dem Bericht.

Neben Kreisen aus dem Amtssitz der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni haben auch Kreise aus dem Außenministerium in Rom Stellung zu dem Bericht bezogen. „In ihren diplomatischen Kontakten wollen die italienischen Führungskräfte die Bedingungen für eine allgemeine militärische Deeskalation fördern, es gibt jedoch keine Hinterzimmerverhandlungen, die darauf abzielen, nur bestimmte Handelsschiffe auf Kosten anderer zu schützen“, hieß es.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

Source: n-tv.de