Sofortprogramm soll Komfort im Fernverkehr welcher Deutschen Bahn potenzieren

Der Schriftzug Bordrestaurant auf einem ICE.

Stand: 27.02.2026 • 14:55 Uhr

Mehr Reinigungskräfte und ein verlässliches Angebot in Bordrestaurants: Die Deutsche Bahn will mit ihrem zweiten Sofortprogramm den Komfort im Fernverkehr verbessern. Die Maßnahmen sollen schnell umgesetzt werden.

Die bundeseigene Deutsche Bahn AG (DB) hat ein Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr aufgelegt. Das Unternehmen werde jährlich 20 Millionen Euro zusätzlich für ein verlässlicheres Angebot in den Bordrestaurants und eine höhere Verfügbarkeit von Anlagen wie Toiletten oder Kaffeemaschinen ausgeben, kündigte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson an. „Die Fahrgäste werden feststellen: Es tut sich was in den Fernverkehrszügen, und zwar rasch“, teilte er mit.

Im Rahmen des Programms will die DB das Reinigungspersonal in viel genutzten Zügen während der Fahrt in den kommenden Wochen und Monaten verdoppeln, von derzeit 110 auf dann 220 Beschäftigte.

Außerdem sollen mobile Teams eingesetzt werden, die sich um Sonderreinigungen und Reparaturen etwa an den Toiletten kümmern sollen. Sie stehen an den Knotenbahnhöfen Frankfurt am Main, München, Hamburg und Berlin bereit, um kurzfristig Schäden an den WCs zu beheben. Daneben sind sie auch für die technischen Anlagen in den Bordbistros zuständig, damit es durchgehend heißen Kaffee gibt. Generell soll sich die Verfügbarkeit des Angebots an Speisen und Getränken erhöhen.

Sofortprogramme sollen für Besserung sorgen

Das Programm „Mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs“ ist eines von drei sogenannten Sofortprogrammen, mit denen die Bahn kurzfristig das Zugfahren angenehmer machen will. Sie sind Teil der neuen Bahnstrategie des Bundes, die Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) im September vorgestellt hatte.

In dem im Januar verkündeten ersten der drei Sofortprogramme ging es um die Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Konkret will der Konzern an vielen Stationen mehr Sicherheitskräfte einsetzen und für mehr Sauberkeit sorgen. Das dritte Maßnahmenpaket soll die Kundeninformationen insbesondere bei Verspätungen und Gleiswechseln betreffen. Wann es verkündet wird, ist noch offen.

An der schlechten Pünktlichkeitsstatistik der DB-Züge ändern die kurzfristigen Maßnahmen indes nichts. Bahnchefin Evelyn Palla weist stets darauf hin, dass die Sanierung der maroden Infrastruktur, die für einen Großteil der Verzögerungen verantwortlich sei, noch Jahre dauern werde.

Source: tagesschau.de