„Sofort Ersatz bereit“: Iran: System bleibt trotz Tod von Führungspersonen stabil
„Sofort Ersatz bereit“Iran: System bleibt trotz Tod von Führungspersonen stabil
18.03.2026, 10:58 Uhr

Israel versucht mit gezielten Angriffen die iranische Führungsriege auszuschalten. Das Regime in Teheran hält dem trotz Verlusten bisher stand. Der iranische Außenminister sieht das System nicht von einer einzelnen Person abhängig.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hält das politische System seines Landes im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle, sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al Jazeera in einem Interview. „Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (…) Entscheidend ist, dass das politische System im Iran eine sehr solide Struktur ist.“
Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghtschi. „Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anderes getötet wird.“ Auch im Fall, dass der Außenminister getötet würde – also er selbst -, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghtschi.
Israels Verteidigungsminister Katz hatte am Vortag bekannt gegeben, dass die Streitkräfte seines Landes den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet hätten. Laridschani war zuletzt zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen und vertrat die Islamische Republik als wichtige Stimme nach außen.
Ein israelischer Militärvertreter beschrieb Laridschanis Tod als schweren Schlag für die Herrscher der Islamischen Republik, er sei eine Schlüsselfigur gewesen. Vor allem in den vergangenen zwei Wochen sei er es gewesen, „der die Entscheidungen trifft und die Fäden zieht“. Er habe auch die Angriffe gegen Israel sowie die Golfstaaten angeordnet.
Source: n-tv.de