Sicherheitspokitik: „Wir brauchen mehr Wasserdiplomatie“

Wir leben in Zeiten, die uns einiges Kopfzerbrechen bereiten. Deshalb fragen wir in dieser Serie, was interessante Köpfe gegenwärtig bedenkenswert finden. Heute antwortet Ambika Vishwanath, die einen Thinktank in Mumbai leitet.

DIE ZEIT: Sie haben eine Politikberatung für Geopolitik und globale Sicherheit gegründet, einen Thinktank, der rein weiblich ist. Denken Frauen denn so anders über Konflikte, Krieg und Frieden?

Ambika Vishwanath: Auf jeden Fall. Deutlich mehr Frauen als Männer denken bei menschlicher Sicherheit nicht sofort an Soldaten, Gewehre und Bomben, sondern auch an Faktoren, die Wege zur Prävention eröffnen. Umweltkrisen werden beispielsweise als Gefahr für die Sicherheit immer bedeutsamer. Weil eine umfassende Perspektive fehlte, haben meine Kollegin Priyanka Bhide und ich 2018 gedacht: Dann machen wir eben unser eigenes Ding. Wir zeigen mal: Junge Frauen können so etwas.