Sechs Tote in welcher Schweiz: Mutmaßlicher Brandstifter offenbar psychologisch leiden
Nach dem Brand eines Busses in der Schweiz gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Brandstifters. In der Kleinstadt Kerzers waren gestern sechs Menschen gestorben. Weitere fünf wurden verletzt.
Der Mann, der den Brand in einem Linienbus in der Westschweiz mutmaßlich verursacht hat, war offenbar psychisch krank. Laut Staatsanwaltschaft wurde der Schweizer als psychisch instabile Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann einer der sechs Toten ist. Fünf Menschen waren bei dem Brand verletzt worden.
Der Linienbus hatte gestern Abend in der Kleinstadt Kerzers im Kanton Freiburg etwa 20 Kilometer westlich der Hauptstadt Bern Feuer gefangen. Nach Angaben von Augenzeugen war der mutmaßliche Brandstifter mit Säcken beladen in den Bus eingestiegen.
Polizei: Kein terroristischer Hintergrund
Plötzlich habe sich der Mann mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Das Feuer breitete sich nach Behördenangaben rasch aus. Onlinevideos zeigten meterhohe Flammen und schwarze Rauchwolken, die aus den Fenstern des Busses aufstiegen.
Das Fahrzeug brannte im Ortszentrum von Kerzers völlig aus. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus, einen terroristischen Hintergrund schließt sie aber aus.
Brand erschüttert Region
Die Schweizer Politik reagierte entsetzt auf das Unglück. In der Hauptstadt Bern gedachten beide Kammern des Parlaments der Todesopfer. Nationalratspräsident Pierre-André Page sagte: „Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus.“
Bundespräsident Guy Parmelin schrieb auf der Plattform X: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“ Zum Jahreswechsel waren bei dem Brand einer Bar im Skiort Crans-Montana 41 Menschen gestorben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Source: tagesschau.de