SDS-Gruppe: Luxushotel Andaz im Benko-Insolvenzverfahren z. Hd. 92 Millionen verkauft

Das Wiener Luxushotel
Andaz ist im Zuge eines Insolvenzverfahrens für rund 92 ‍Millionen Euro an die ​DekaBank-Tochter
WestInvest verkauft worden. Das teilt die Andrea Fruhstorfer mit, die für die Insolvenzverwaltung ‌der
Signa-Tochter Signa Development Selection (SDS) zuständig ist. Es handele sich ⁠um das größte ​Objekt im
österreichischen Portfolio der SDS, das seit Eröffnung des
Insolvenzverfahrens verkauft werden ⁠konnte.

„Dieser Verkauf ist ein
wichtiger ​Erfolg für die Gläubiger“, sagte Fruhstorfer. Das weitverzweigte Firmengeflecht des Tiroler Investors René Benko war Ende 2023 unter einer
Schuldenlast von ⁠mehreren Milliarden Euro zusammengebrochen. Seitdem versuchen die Insolvenzverwalter, Vermögenswerte zu
veräußern, um die Gläubiger zu bedienen. ⁠

Die SDS bündelte ‍Entwicklungsprojekte innerhalb der
insolventen Signa-Gruppe von René Benko. Benko selbst sitzt seit
über einem ⁠Jahr in Untersuchungshaft
und wurde in ‌zwei
Strafprozessen wegen Gläubigerschädigung verurteilt. Die ​Urteile – zwei Jahre unbedingt und 15 Monate bedingt – ⁠sind nicht
rechtskräftig.

Den Betrieb des Fünf-Sterne-Hotels am Belvedere übernimmt künftig die MHP Hotel AG, die das Haus ab April unter
der Marke Hyatt Regency führen will.