Scorpions: Früherer Scorpions-Bassist Francis Buchholz ist tot
Der frühere Bassist der Hardrockband Scorpions, Francis Buchholz, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er habe den Kampf gegen den Krebs am Donnerstag verloren, teilte seine Familie auf Facebook mit. „Unsere Herzen sind gebrochen. Während seines Kampfes gegen den Krebs blieben wir an seiner Seite und stellten uns jeder Herausforderung als Familie – genau so, wie er es uns beigebracht hat“, hieß es in dem Beitrag in englischer Sprache. Buchholz sei friedlich aus dem Leben geschieden.
Der Musiker wurde 1954 in Hannover geboren und stieß 1973 zu den Scorpions. 19 Jahre lang war er Bassist der Band. In dieser Zeit entstanden unter anderem Hits wie Rock You Like a Hurricane (1984) oder Wind of Change (1989), die die Band weltweit bekannt machten. Sein letztes Album mit der Gruppe war Crazy World im Jahr 1990, das zu den kommerziell erfolgreichsten der Band zählt.
1992 endete die Zusammenarbeit im Streit und letztlich auch vor Gericht. Die Rockband hatte sich nach Auseinandersetzungen um die Geschäftsführung der Gruppe von Buchholz getrennt. Der Fall beschäftigte mehrere Gerichte bis hin zum Bundesgerichtshof,
der letztlich entschied, dass die Kündigung rechtmäßig war. Bei dem Streit durch die Instanzen ging es um neun Millionen Mark aus den Einnahmen der Scorpions-Alben.
Nach seinem Ausstieg arbeitete Buchholz als Berater und kehrte später immer wieder auf die Bühne zurück, unter anderem gemeinsam mit Gitarrist Michael Schenker, der seine internationale Karriere bei den Scorpions begonnen hat.
Buchholz‘ Familie schrieb an seine Fans gerichtet: „Wir möchten euch für eure unerschütterliche Treue, eure Liebe und das Vertrauen danken, das ihr ihm während seiner unglaublichen Reise entgegengebracht habt. Ihr habt ihm die Welt geschenkt, und er hat euch dafür seine Musik geschenkt.“ Auch wenn die Saiten nun verstummt seien, bleibe seine Seele in jeder Note, die er gespielt habe.