Sanktionen gegen Iran: „Wir nennen das den Wagenburg-Effekt“
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte diese Woche neue Exportbeschränkungen gegen den Iran an, nachdem das Regime die Proteste gewaltsam niedergeschlagen und vermutlich Tausende Iraner getötet hat. Wie treffen die Strafen ein autoritäres Regime genau, was können sie bewirken und wann gehen sie nach hinten los? Darüber haben wir mit dem Sanktionsexperten Christian von Soest gesprochen.
DIE ZEIT: Herr von Soest, als Antwort auf die brutale Niederschlagung der Proteste im Iran haben die USA neue Sanktionen gegen einzelne Mitglieder des iranischen Regimes angekündigt. Die EU plant, die Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Für wie groß halten Sie die Wahrscheinlichkeit, das Regime damit zum Einlenken zu bewegen?