Rüstungsexporte: Deutsche Waffenexporte in die Ukraine 2025 stark gesunken

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung deutlich weniger Rüstungsexporte in die Ukraine genehmigt als 2024. Wie das Bundeswirtschaftsministerium unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteile, wurden im vergangenen Jahr Rüstungsexporte in die Ukraine im Umfang von zwei Milliarden Euro erlaubt. 

Damit lag das Land zwar immer noch an der Spitze der Empfängerstaaten. Im Vergleich zu 2024 brachen die Exportgenehmigungen jedoch um 75 Prozent ein: Damals hatte die Bundesregierung Exporte im Umfang von knapp 8,2 Milliarden Euro in die Ukraine genehmigt. 

Insgesamt fielen die deutschen Rüstungsexporte 2025 mit einem Volumen von zwölf Milliarden Euro etwas geringer aus als im vorherigen Jahr, als der Wert bei 12,8 Milliarden Euro gelegen hatte –  ein historischer Höchstwert und 3,5 Milliarden über dem vorherigen Höchstwert im Jahr 2021. Etwas weniger als Hälfte der 2025 genehmigten Exporte bezogen sich auf Kriegswaffen, der Rest auf sogenannte sonstige Rüstungsgüter.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums rund 90 Prozent der Genehmigungen für Exporte in EU- oder Nato-Staaten oder enge Partner erteilt, zu denen auch die Ukraine gezählt wird. Auf Platz zwei hinter der Ukraine, die als Drittstaat gilt – und nicht etwa den Status eines der Nato gleichgestellten Landes wie Japan oder die Schweiz hat – lagen bei den Empfängerländern Norwegen mit knapp 1,4 und Schweden mit einer Milliarde Euro. 

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