Regimesturz im Iran : „Der Iran geht jetzt all in“
Seit Samstagfrüh führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Kampfflugzeuge und Raketen greifen militärische und politische Ziele im ganzen Land an. Ajatollah Ali Chamenei, der den Iran seit 37 Jahren mit brutaler Härte regierte, wurde gleich in der ersten Angriffswelle getötet, mit ihm starben viele weitere Anführer des Regimes. US-Präsident Donald Trump ruft die iranische Bevölkerung auf, sich gegen die Unterdrückung zu erheben, während das iranische Militär mit Angriffen auf Israel und viele Nachbarstaaten am Golf reagiert.
In einer aktuellen Sonderfolge von Das Politikteil, dem politischen Podcast der ZEIT, sprechen wir über die extrem gefährliche Lage am Golf. Zu Gast bei Ileana Grabitz und Heinrich Wefing sind Omid Rezaee, Volontär der ZEIT und selbst in Iran geboren und aufgewachsen, und Lea Frehse, langjährige Nahost-Korrespondentin der ZEIT mit Sitz in Beirut.
Wir diskutieren, wie die ersten Tage des Angriffs abgelaufen sind, wie das Regime in Teheran auf den Krieg reagiert und wie berechtigt die Hoffnung auf einen Machtwechsel tatsächlich ist. Omid Rezaee sagt, dass es im Moment zwei Irans gebe, „einen, der feiert, und einen, der trauert“. Aber nichts weise aktuell auf einen neuen Aufstand hin. Und Lea Frehse erläutert, dass sich die Führung der Islamischen Republik lange und gründlich auf einen möglichen Angriff vorbereitet habe. Sie sagt: „Der Iran geht jetzt all in“. Es könne durchaus sein, dass das Regime die Angriffe überstehe. Vor allem auch deshalb, weil Donald Trump keinen Plan für die Zukunft des Iran habe.
Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.