Rechtsaufsicht: Hessen fragt dasjenige Zweites Deutsches Fernsehen nachher dem KI-Fake

Wegen des fehlerhaften Beitrags im „heute journal“ über die US-Einwanderungspolizei ICE, bei dem eine mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Sequenz zu sehen war, hat Hessens Staatskanzleichef Benedikt Kuhn (CDU) das ZDF zu einer Stellungnahme aufgefordert. „Der Vorfall erfüllt mich mit Sorge“, teilte Kuhn der Deutschen Presse-Agentur mit. „Als für die Rechtsaufsicht über das ZDF zuständiger Chef der Hessischen Staatskanzlei habe ich am Freitag das ZDF aufgefordert, zu dem sogenannten KI-Vorfall im heute-journal gegenüber der Rechtsaufsicht Stellung zu nehmen.“
„Die konkrete Anwendung der in der Stellungnahme ,in eigener Sache‘ vom 17. Februar 2026 angeführten ,internen KI-Regeln’“ des ZDF müsse aufgearbeitet werden. Die Stärkung der Akzeptanz und der Vertrauenswürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei ihm ein wichtiges Anliegen, so Kuhn. „Die Verwendung von KI-generiertem oder veraltetem Filmmaterial konterkariert diese Akzeptanz und kostet wichtiges Vertrauen.“ Er halte es deshalb für einen ersten wichtigen Schritt, dass das ZDF am Freitag einen Maßnahmenkatalog angekündigt habe, „um mit aller Konsequenz sicherzustellen, dass die hohen journalistischen Standards eingehalten werden, denen der ÖRR verpflichtet ist.“
Das ZDF hatte zuerst von einem technischen Fehler gesprochen, sich dann für den „Doppelfehler“ entschuldigt – neben der KI-Sequenz waren Aufnahmen zu sehen gewesen, die aus eine anderen Zusammenhang stammten und dann, im dritten Schritt, die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht, von der der fragliche Beitrag stammte, von ihrem Posten abberufen.
Die hessische Landesregierung hat seit Anfang 2026 die Rechtsaufsicht über das ZDF inne. Diese Aufsicht wechselt turnusgemäß und dem Alphabet nach alle zwei Jahre zwischen den Landesregierungen der deutschen Bundesländer.
Source: faz.net