Raub im Louvre: Zacken aus jener Krone

Paris, am Tag nach der Tat, ein ungemütlicher Herbstwind
weht von der Seine herüber, gerade fängt es an zu nieseln, doch niemanden hier
scheint das zu stören. Geduldig sitzen zwei, drei Dutzend Menschen auf der
Ufermauer, andere bevölkern den Gehsteig, der ohnehin schon vollgestellt ist
mit Fernsehkameras, ausgerichtet auf die Fassade gleich gegenüber, auf das
Balkonfenster im ersten Geschoss, das kein Fenster mehr ist, sondern bloß noch
eine eilig angebrachte Sperrholzplatte. Alle starren sie hinauf und warten,
ohne recht zu wissen, ­worauf. Sie sind Zeugen ihrer eigenen Fassungslosigkeit.