Proteste im Iran: Eine „existenzielle Bedrohung“ z. Hd. dasjenige iranische Regime
Im Iran wurden bei den anhaltenden Protesten gegen das Regime mindestens 538 Menschen getötet. Das schätzt die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Hrana. Unter den Toten seien neben 490 Demonstrierenden auch 48 Sicherheitskräfte. Außerdem soll es mehr als 10.600 Festnahmen im Zusammenhang mit den Protesten gegeben haben. Gegen die seit Dezember anhaltenden Proteste gehen staatliche Sicherheitskräfte mit Gewalt vor, Aktivisten beschuldigen diese eines „Massakers“ an Demonstrierenden. Die iranische Regierung hat das Internet und die Telefonverbindung eingeschränkt. Ajatollah Chamenei, das Staatsoberhaupt des Iran, bezeichnet die Demonstranten als Terroristen. Präsident Massud Peseschkian sagt, man müsse die Sorgen der Leute ernst nehmen. Lässt sich das iranische Regime von den Protesten beeindrucken? Die Situation stelle eine „existenzielle Bedrohung“ für das iranische Regime dar, sagt die Redakteurin für Außenpolitik der ZEIT, Lea Frehse. Im Podcast ordnet sie die Ereignisse ein.
In den USA haben Bundesstaatsanwälte nach Angaben des US-Notenbankchefs Jerome Powell strafrechtliche Ermittlungen gegen die Zentralbank Federal Reserve (Fed) eingeleitet. Er teilte mit, das Justizministerium habe der Fed schriftliche Vorladungen zugestellt und mit einer Anklage gedroht. Seit Monaten übt US-Präsident Donald Trump Druck auf die Zentralbank aus, den Leitzins zu senken. Die Ermittlungen seien ein „Vorwand“, so Powell, um die Unabhängigkeit der Notenbank bei der Festlegung der Zinspolitik zu untergraben. Es handle sich um einen Einschüchterungsversuch Trumps. Bei den Ermittlungen soll es um die mehrjährige Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington, D. C. gehen. Laut Powell werfe das Justizministerium ihm vor, diesbezüglich Falschaussagen im Senat gemacht zu haben. Über die Ermittlungen spricht der stellvertretende Politikressortleiter der ZEIT, Mark Schieritz.
Außerdem im Update: Um zu sparen, will die Bundesregierung ihre
Entwicklungszusammenarbeit künftig auf die ärmsten Länder der Welt konzentrieren und dort dazu beitragen, Hunger und Armut zu überwinden. Das sagte die Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan von der SPD in Berlin.
Und sonst so? Auf Lehramt studieren könnte bald leichter werden.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Mira Schrems
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