Präsident steckt im Umfragetief: Mehrheit jener US-Einwohner zweifelt an Trumps geistiger Fitness
Präsident steckt im UmfragetiefMehrheit der US-Bürger zweifelt an Trumps geistiger Fitness
21.04.2026, 17:04 Uhr

Die Unzufriedenheit mit Donald Trump erreicht in den USA einen neuen Höhepunkt. Laut einer aktuellen Erhebung halten ihn nur noch 36 Prozent der Amerikaner für einen guten Präsidenten. Zudem hegt die Mehrheit Zweifel an seiner geistigen Verfassung.
US-Präsident Donald Trump kommt aus dem Umfragetief nicht heraus. 62 Prozent der Amerikaner und Amerikanerinnen sind demnach unzufrieden mit seiner Arbeit, wie aus der jüngsten Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervorgeht. Weder sein Vorgehen im Iran, noch seine Wutausbrüche gegen den Papst oder die Nato-Verbündeten kommen bei der Mehrheit gut an. Zudem hegt ein erheblicher Anteil der US-Bürger Zweifel an der geistigen Verfassung und dem Temperament des 79-Jährigen.
Wie schon im vergangenen Monat finden auch diesmal nur 36 Prozent, dass der Republikaner einen guten Job macht. Am meisten Zuspruch erntete Trump in seiner aktuellen Amtszeit bislang mit 47 Prozent kurz nach seiner Vereidigung im Januar 2025. Nur 26 Prozent halten den Präsidenten für ausgeglichen. Gut 51 Prozent sind der Meinung, Trumps geistige Schärfe habe sich im Verlauf des vergangenen Jahres verschlechtert.
Die Einschätzungen folgen auf eine ganze Reihe von neuen Wutausbrüchen und rhetorischen Rundumschlägen, die er zuletzt abgesetzt hat. Unter anderem drohte Trump mit der Auslöschung der iranischen Zivilisation und legte sich mit Papst Leo an. Der aus den USA stammende Pontifex kommt aber im Vergleich zu Trump und anderen Politikern deutlich besser an: Gut 60 Prozent der Befragten sagen, dass sie eine positive Meinung von dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche haben, Trump verbucht in dieser Kategorie einen fast nur halb so hohen Wert.
Die Militärschläge gegen den Iran wiederum befürwortet in der Umfrage nur eine Minderheit von 36 Prozent. Lediglich 25 Prozent denken, dass die USA durch die Angriffe ein sichereres Land würden. Nur 26 Prozent der Befragten finden, dass die im Zuge des Kriegs gestiegenen Lebenshaltungskosten das militärische Vorgehen gegen den Iran rechtfertigen. Entsprechend sind genauso wenige Amerikaner von Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten überzeugt. Auch Trumps Drohung, die USA aus der Nato zu holen, stößt auf wenig Verständnis. Nur 16 Prozent der Umfrage-Teilnehmer befürworten einen Austritt aus der Militärallianz.
Die Online-Erhebung unter landesweit mehr als 4500 Erwachsenen wurde über sechs Tage hinweg bis Montag erstellt. Sie weist eine Fehlerquote von zwei Prozentpunkten auf.
Source: n-tv.de