Posts gen Social Media: Antisemiten unter dieser Deutschen Welle

Die Deutsche Welle hat zwei Mitarbeiter beschäftigt, die sich einer Recherche der „Bild“-Zeitung zufolge auf Social Media antisemitisch geäußert, den Terror vom 7. Oktober gefeiert und das iranische Regime unterstützt haben. Der Sender bestätigte, dass die Betroffenen als freie Journalisten für den Sender tätig waren, die Posts seien der Deutschen Welle nicht bekannt gewesen. Sie widersprächen den Werten des deutschen Auslandssenders, man prüfe den Sachverhalt sorgfältig und werde die beiden vorläufig nicht beschäftigen, die Vorwürfe richteten sich nicht gegen die Berichterstattung der Deutschen Welle.

Die Journalistin Amal S., die aus dem Irak berichtete, bezeichnete „Bild“ zufolge den US-Präsidenten Joe Biden einen Tag nach dem Massaker vom 7. Oktober als „zionistischen Hund“ und teilte eine Landkarte, auf der das Gebiet Israels als palästinensisch erschien. Die erfundene Meldung der Entführung eines israelischen Diplomaten habe sie im Oktober 2024 als „beste Nachricht“ gefeiert, Ende Februar dieses Jahres habe sie sich für das iranische Regime ausgesprochen und Israel als „zionistische Entität“ bezeichnet. Der Journalist Mohammed A., der aus Gaza berichtete, habe islamistische Terroristen als „Freiheitskämpfer“ bezeichnet und sich mit der Hamas solidarisch gezeigt.

Die Journalistin Amal S. sei „seit 2025 wenige Male testweise“ für die Deutsche Welle tätig gewesen, teilte der Sender mit, eine dauerhafte Zusammenarbeit bestehe nicht. Mohammed A. sei „ebenfalls nicht als Arbeitnehmer oder arbeitnehmerähnliche Person“ beschäftigt worden. Er arbeite seit 2020 als freier Journalist für die Deutsche Welle und liefere „Beiträge auf Rechnungsbasis, die in der Redaktion geprüft bzw. abgenommen werden“. „Externe Rekrutierungen“ – wie im Fall der beiden Journalisten – erfolgten „auf der Basis eines umfassenden Konzepts des wertebasierten Recruitings“. Diese umfasse sieht eine „Social-Media-Sichtung“, bei der „bis zu sechs Monate zurückliegende Posts auf öffentlichen, beruflich genutzten Accounts“ gesichtet werden. „Ohne Anlass“ gebe es „keine weiteren Überprüfungen privater Äußerungen, z.B. auf Social-Media-Accounts“. Diesen Anlass dürfte die Recherche der „Bild“ jetzt indes geben.

Source: faz.net