„Pfui, widerlich“ – Kölns Stadionsprecher rastet nachdem Roter Karte am Mikro aus

Michael Trippel ist seit 1999 Stadionsprecher beim 1. FC Köln. Bei der Niederlage gegen den BVB leistet er sich am Mikrophon einen Aussetzer. Kölns Geschäftsführer findet deutliche Worte über den Vorgang.

Der 1. FC Köln steckt nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund tief im Abstiegskampf. Das Team von Lukas Kwasniok wacht gegen den BVB zu spät auf und ist jetzt seit fünf Spielen in der Bundesliga ohne Sieg.

Serhou Guirassy brachte den BVB in der 16. Minute in Führung, die Maximilian Beier (60.) nach der Pause ausbaute. Köln kam nur noch durch Jakub Kaminski in der Schlussphase zum Anschlusstreffer.

Ein Knackpunkt des Spiels war die Rote Karte für Kölns Jahmai Simpson-Pusey in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Der Mittelfeldspieler hatte nach einem üblen Foul gegen Beier zunächst die Gelbe Karte gesehen. Doch dann schickte der VAR Schiedsrichter Daniel Siebert an die Seitenlinie. Siebert korrigierte nach Ansicht der Videobilder seine Entscheidung und zeigte Simpson-Pusey die Rote Karte.

Sehr zum Ärger der Kölner. Sogar der Stadionsprecher verlor die Fassung. Michael Trippel, der seit 1999 in dieser Funktion tätig ist, griff zum Mikrophon und brüllte: „Pfui! Widerlich!“

Ein Vorgang, der den Offiziellen in Köln überhaupt nicht passte. „Das ist eine Thematik, die mir nicht gefällt. Ich habe sie ehrlicherweise im Innenraum auch nicht mitbekommen. Wir sollten auch nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es im Verein Personen, die dürfen das nach dem Spiel tun. Dazu gehört er mit Sicherheit nicht“, sagt Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport beim FC.

Doch der Stadionsprecher schien seinen Aussetzer aus der ersten Halbzeit nicht wirklich zu bereuen. Denn nach dem Spiel legte Trippel noch einmal gegen Siebert, der den Kölnern in der Schlussphase einen Handelfmeter verwehrt hatte, nach. „Ich werde wahrscheinlich richtig Ärger kriegen, aber ich muss es loswerden: In der 95. Minute gab es ein klares Handspiel im Dortmunder Strafraum und das guckt sich noch nicht mal einer an“, sagte Trippel.

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Source: welt.de