Pete Hegseth: Trumps überforderter Kulturkrieger

Als US-Verteidigungs Pete Hegseth Ende September vor den höchsten Rängen des Militärs über „fette Generäle“ schimpfte, über das „woke“ und „politisch korrekte“ Pentagon im „Genderwahn“, und eine ideologische Wende für die Truppen nach „Jahrzehnten des Niedergangs“ beschwor, brach nicht gerade Jubel aus. Im Saal der Marine Corps University in Quantico, Virginia, blieben die Gesichter so gut es ging regungslos. Erst mal sacken lassen, was das nun alles bedeutet: neue Regeln, die „Amerikas Krieger“ befreien sollen, alles auf „maximale Tödlichkeit“ getrimmt. Engagiert vorgetragen, rhetorisch durchaus knackig, aber eben auch irritierend: Wer diesen Weg nicht mitgehen könne, solle gehen, sagte der selbst ernannte Kriegsminister.